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Geschlossene Gesellschaft. Künstlerische Fotografie in der DDR 1949-1989

05.10.2012 - 28.01.2013 | Berlin / Berlinische Galerie
Ausstellung "Geschlossene Gesellschaft. Künstlerische Fotografie in der DDR 1949-1989" in der Berlinischen Galerie. (c) Roetzsch; Slideshow startet mit Klick aufs Bild
Ausstellung "Geschlossene Gesellschaft. Künstlerische Fotografie in der DDR 1949-1989" in der Berlinischen Galerie. (c) Roetzsch; Slideshow startet mit Klick aufs Bild
Evelyn Richter: An der Stanze
Evelyn Richter: An der Stanze
Matthias Hoch: Moderne Kunst (Halle a. d. Saale)
Matthias Hoch: Moderne Kunst (Halle a. d. Saale)
Roger Meilis: Heiner Müller
Roger Meilis: Heiner Müller
Florian Merkel: Mann mit Frosch
Florian Merkel: Mann mit Frosch
Sibylle Bergemann: Susi
Sibylle Bergemann: Susi
Jens Rötzsch
Berlin (Ost) 1989 %u2013 Pfingsttreffen der FDJ %u2013 Stadion der Weltjugend Jens Rötzsch
Beschreibung: 

Die Berlinische Galerie widmet der künstlerischen Fotografie in der DDR die international erste umfassende Schau. Zwei Jahrzehnte nach dem Fall der Mauer werden in der Ausstellung „Geschlossene Gesellschaft“ Traditionslinien und fotografische Strömungen herausgearbeitet sowie Veränderungen in Bildsprache und Themen sichtbar gemacht.
Die Retrospektive wird damit Teil des gegenwärtigen Fotografiediskurses, der in den letzten Jahren mit zahlreichen Ausstellungen und Publikationen begonnen hat. Inzwischen wurden die Bilder und ihre Protagonisten, die kulturpolitischen Bedingungen, regionalen Besonderheiten, fototechnischen Gegebenheiten und individuellen fotografischen Strategien untersucht, so dass heute dem interessierten Fachpublikum eine Vielzahl der Fotografen und eine Reihe mittlerweile geradezu kanonisierter Bilder bekannt geworden sind.

Die Bildauswahl der Überblicksausstellung in der Berlinischen Galerie zielt darauf, den spezifischen Charakter des jeweiligen fotografischen Werkes, seine künstlerische Motivation und Bildsprache nacherlebbar zu machen. Auch wenn sich diese Ausstellung hauptsächlich mit dem Medium selbst beschäftigt, wird sie viel über das Alltagsleben in der DDR erzählen. Das liegt vor allem an der zahlenmäßig umfangreichsten Strömung der sozial engagierten Fotografie, um die es im ersten Kapitel geht. Die Fotografen, die in dieser Tradition arbeiten, sind an einer wahrhaftigen Schilderung der Wirklichkeit interessiert. Das heißt, dass sie in der Realität nach Bildern suchen, mit denen sich Aussagen über die realen gesellschaftlichen Verhältnisse treffen lassen.
Im zweiten Kapitel wird eine Traditionslinie verfolgt, die in den 1950er-Jahren an die Bildsprache der Moderne der 1920er-Jahre anknüpfte, dann aber 20 Jahre lang keine Nachfolge fand. Erst Mitte der 1970er-Jahre widmeten sich Fotografen wieder mehr den formalen und ästhetischen Mitteln ihres Mediums. Die Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen führte auch zu Arbeiten im dreidimensionalen Raum.
Ein großer Teil der im dritten Kapitel vorgestellten jungen Fotografen brauchte diese Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten, um ihre komplexen Eindrücke und Gefühle besser darstellen zu können. Viele von ihnen hatten mit dem Selbstverständnis der älteren Generationen gebrochen, weil sie mit einem desillusionierten Blick auf die DDR-Gesellschaft sahen. Aus diesem Lebensgefühl heraus und indem sie sich selbst, ihre Körper und ihre Wahrnehmung in den Mittelpunkt der Arbeiten stellten, begannen sie ihre fotografischen Erkundungen.

Fotografinnen & Fotografen der Ausstellung: Ursula Arnold, Tina Bara, Sibylle Bergemann, Christian
Borchert, Micha Brendel, Kurt Buchwald, Lutz Dammbeck, Klaus Elle, Arno Fischer, Thomas
Florschuetz, Ernst Goldberg, Klaus Hähner-Springmühl, Matthias Hoch, Edmund Kesting, Jörg Knöfel,
Fritz Kühn, Matthias Leupold, Ulrich Lindner, Karl Heinz Mai, Sven Marquardt, Roger Melis, Florian
Merkel, Peter Oehlmann, Helga Paris, Manfred Paul, Richard Peter sen., Evelyn Richter, Jens Rötzsch,
Rudolf Schäfer, Michael Scheffer, Erasmus Schröter, Gundula Schulze Eldowy, Maria Sewcz, Ulrich
Wüst

Die Ausstellung läuft vom 5. Oktober 2012 bis 28. Januar 2013

Weitere Infos unter www.berlinischegalerie.de

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15.09.2019

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