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Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

09.04.2016 - 12.04.2016 | Berlin / Schaubühne am Lehniner Platz
Foto: Siegfried Büker
Foto: Siegfried Büker
Beschreibung: 

von Frank Witzel
Uraufführung
Theaterfassung von Armin Petras und Maja Zade
Regie: Armin Petras
 
Für die berührend-komische Geschichte eines Jungen aus der hessischen Provinz, der sich im Alter von dreizehneinhalb Jahren auf der Schwelle zum Erwachsenwerden befindet, erhielt Frank Witzel 2015 den deutschen Buchpreis. In diese Geschichte der Lehr- und Wanderjahre eines Heranwachsenden ist eine minutiöse Rekonstruktion der alten Bundesrepublik eingewoben. Witzel zeigt das politische Erwachen eines Landes, das gerade beginnt, sich vom Muff der unmittelbaren Nachkriegszeit zu befreien. Diese Ära des Umbruchs wird in einem kaleidoskopartigen Erzählgewebe heraufbeschworen, welches sich aus unterschiedlichen literarischen Formen zusammensetzt, vom Gesprächsprotokoll zur Action-Szene, vom inneren Monolog bis zum philosophischen Traktat. Das Resultat ist eine waghalsige Zerreißprobe zwischen Beatles und Rolling Stones, katholischer Kirche und Psychoanalyse, erster Liebe und politischer Radikalisierung, zwischen Humor und Depression. Armin Petras, der für seine künstlerische Auseinandersetzung mit der Ost-West-Geschichte Deutschlands bekannt ist und an der Schaubühne zuletzt seine Adaption von Christa Wolfs »Der geteilte Himmel« inszenierte, widmet sich mit der Uraufführung von Witzels Roman nun der Nachkriegsgeschichte aus westdeutscher Perspektive.
 
Koproduktion mit dem Schauspiel Stuttgart
 
 
Regie: Armin Petras
Bühne: Katrin Brack
Kostüme: Annette Riedel
Video: Rebecca Riedel
Dramaturgie: Katrin Spira, Maja Zade
 
Mit: Jule Böwe, Julischka Eichel, Paul Grill, Peter René Lüdicke, Tilman Strauß
Statisten: Alica Bittner, Laura Borgwardt, Yolanda Bortz, Chris Eckert, Aaron Gaab, Michael Gress, Rachel Hamm, Andrea Hartman, Alexander Nagel, Jonas Oliveri, Flora Schenkewitz, Heidrun Schug, Lea Tambach, Oda Ulshöfer, Raquel Villar, Catherin Wehner
Live-Musik: Die Nerven

Gesamtwertung aus 1 Livekritik

  • Fazit
  • Unterhaltung
  • Anspruch
  • Preis/Leistung
  • Atmosphäre

1 Livekritiken

800 Romanseiten Frank Witzels zu lesen war schon eine kaum zu bewältigende Herausforderung. Der dermaßen Überanstrengte geht gespannt in Armin Petras Inszenierung. » mehr

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22.09.2017

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