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Beginning

21.09.2019 - 08.12.2019 | Hannover
Beschreibung: 

„Etwas Größeres spürbar zu machen – mit dem Körper als künstlerischem Ausdrucksmittel“, das ist der Wunsch des neuen Ballettdirektors der Niedersächsischen Staatsballetts Hannover. Für die Eröffnungspremiere der Ballettsaison
präsentiert Marco Goecke einen dreiteiligen Ballettabend mit Gastchoreografen, die sich
unterschiedlich sowie facettenreich zeigen.
Der griechische Choreograf Andonis Foniadakis steht für ausgesprochen energiegeladenen Tanz. Großstädtisch und mitreißend zeigt sein Stück Kosmos, was an den Berührungspunkten zwischen Menschen entsteht, die sich zufällig und anonym begegnen. Temporeich und kraftvoll entfaltet sich in Kosmos ein Teil unserer Lebenswirklichkeit. Foniadakis’ Weg führte ihn von Kreta aus nach Athen, an das Béjart Ballett nach Lausanne, an die Opéra National de Lyon, bevor er für drei Jahre die Position des Ballettdirektors an der Griechischen Nationaloper übernahm.
Nach einer international erfolgreichen Laufbahn als Tänzer schuf der französische Choreograf Medhi Walerski 2008 sein erstes eigenes Ballett für das Nederlands Dans Theater, wo er bereits als Tänzerpersönlichkeit
das Publikum beeindruckte. Walerski sucht im Tanz Sinnbilder für die Dynamik unseres Daseins auf der Lebensbühne. Emotional aufgestaute Energie drängt in seinem Stück Prélude mit großer Schönheit nach außen. Tanz als künstlerische Ausdrucksform ist seine Suche nach Ordnung im Chaos. Walerskis Choreografien sind wie Gemälde, die dem Publikum Raum zur eigenen Interpretation lassen.
Mit den kürzeren Stücken ist Marco Goecke vor etwa 20 Jahren der Durchbruch gelungen. Der Einstieg und das Interesse an dieser, „seiner“ Ästhetik war groß: Einladungen an das Choreographic Institute nach New York,
Kreation in Hamburg bei John Neumeier, Einladung von Pina Bausch zum Festival Tanztheater – das war nur der Anfang. Mit seinen „kurzen Schwarzen“ reihte er sich ein in eine Linie philosophischer, hoch ästhetischer Choreografien. Mit einem dieser Ballets-noirs, in denen seine einzigartige choreografische Handschrift zum Ausdruck
kommt, gibt Marco Goecke nun als Choreograf und Ballettdirektor in Hannover seinen Einstand. Schon häufig inspirierten ihn Pop und Rock Musik. Thin Skin ist eine Hommage an die Punk-Rock Ikone Patti Smith, die in der Musikbranche mit dem Spitznamen „Godmother of Punk“ versehen worden ist. 2015 für das Nederlands Dans Theater kreiert, ist dieses Ballett – was für jedes seiner Stücke gilt – extrem originell und dynamisch. Marco
Goecke vertanzt nie bewusst die Liedtexte der Songpoeten, doch die Poesie der Lieder schwingt in den Stücken immer mit. Es ist das Ballett von einem Dünnhäutigen für dünnhäutige Menschen, denen Gefühle und Bilder
unter die Haut gehen.

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