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Livekritik zu

Die Feuerzangenbowle

02.12.2013 - 10.01.2016 | Hamburg [ Altona ], Berlin
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kristina.ei
am 05.12.2013

Seit nun gut einer Woche haben die Weihnachtsmärkte geöffnet, die Häuser werden geschmückt und die gesamte Stadt erstrahlt in weihnachtlichem Glanz. Was ebenso alle Jahre wieder nicht fehlen darf ist Die Feuerzangenbowle und das nicht nur bei obligatorischen Feierabend-Weihnachtsmarkt-Besuchen oder anderen vorweihnachtlichen Umtränken sondern in Form des deutschen Spielfilms aus dem Jahre 1944 von Helmut Weiss basierend auf dem gleichnamigen Roman von Heinrich Spoerl. Das Altonaer Theater bringt seine eigene Inszenierung dessen auf die Bühne, die dem Film in nichts nachsteht.

Alle Jahre wieder ist das Kultstück wieder da: "Das Schönste im Leben", resümiert die Herrenrunde um den jungen Schriftsteller Dr. Pfeiffer, "war die Gymnasiastenzeit". Doch Pfeiffer hatte Privatunterricht, war nie auf der Penne, kennt weder Pauker noch die Streiche, die man ihnen spielt, ist "überhaupt kein Mensch, sozusagen". Eine Schnapsidee: Die gute alte Zeit soll auferstehen und er das Versäumte nachholen. Als "Pfeiffer mit drei f" wird er in der Oberprima von Babenberg "Schöler" von Professor Crey, lernt beim Bömmel, was es mit der "Dampfmaschin´" auf sich hat und ersinnt mit seinen pubertierenden Schulkameraden Unfug aller Art, um den Lehrkörper zu foppen. Doch bald hegt er auch ernstere Absichten, denn für die reizende Tochter des gestrengen Herrn Direktors entflammen in ihm recht erwachsene Gefühle... (http://www.altonaer-theater.de)

Wer den Film kennt, bekommt geboten was erwartet und wer nicht, der wird im selben Maße amüsiert. Die Figuren könnten verschrobener nicht sein und entführen einen in vergangene Zeit. Sei es die eigene Schulzeit an deren Streiche man sich gerne erinnert oder vielleicht noch eher schon die Geschichten der Eltern, die vielleicht noch selbst die Oberprima besuchten und in Jungens und Madels getrennte Schulen besuchten.

Das Ensemble des Stückes bringt die Geschichte nach Helmut Spoerl so faszinierend lebendig auf die Bühne, wie es selbst der Film gerade noch in schwarz-weiß ebenso vermochte. Das Bühnenbild ist perfekt gelöst, in dem sich das meiste im Klassenzimmer der Oberprima abspielt. Im oberen rechten Bild wurde die Bude... besser Kammer - ich entschuldige mich, denn ein guter Primaner hat keine Bude, sondern eine Kammer - des jungen Schöler Pfeiffers mit drei f dem Klassenzimmer obenauf gesetzt, sodass in den entsprechende Szenen dieser Teil der Bühne ausgeleuchtet wird und den Rest vergessen lässt, trotzdem er noch zu sehen ist. Alles weitere, das dieser Szenerie enthoben ist spielt sich vor herabgelassenem Vorhang ab und erwirkt somit den gewollten Eindruck, des aus der gewöhnlichen Umgebung herausgehobenen und sich außerhalb abspielenden - abseits der Blicke anderer.

Das Stück bietet was erwartet wird: Amösemeng auf höchstem Nevö! Verpassen Sie also nicht die zweite Vorstellung am 16. Dezember 2013!

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