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Livekritik zu

La La Land

06.03.2017 | Berlin / Kinofilm
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Frollainwunder
am 17.03.2017

da sind sie wieder. schnuckel ryan gosling und püppi emma stone. im sexy komödienhit „crazy, stupid, love“ gelang es dem eleganten macho jacob (ryan) die niedliche hannah (emma) doch noch zu erobern. die chemie zwischen emma und ryan sprudelte damals kess und flirty. emma stone bleibt die schmale mädchenfrau, auch in la la land, und wahrscheinlich ein hollywood-leben lang. gosling braucht nur die augenbraue zu heben, ein leichtes lächeln anzudeuten und verzückt reihenweise. la la land ist irgendwie ein musicalverschnitt und hat die oscar-jury sicher schon deswegen nostalgisch begeistert. die fast schnurgerade geschichte zieht sich durch die jahreszeiten und lässt schauspielerin mia und jazzmusiker seb(astian) einander immer wieder begegnen. der film hat diesen klinisch-süßen 50ies-look, aber dann klingeln handys und seb spielt als gedemütigter keyboarder 80er jahre hits auf einer poolparty. seltsam. seltsam auch die nur freundschaftliche chemie zwischen ryan und emma, die sich offenbar sehr mögen, aber in la la land ein paar ohne leidenschaft werden. man sieht mia zu, wie sie sich aufgelöst durch castings quält (emma stone in dramatischer frontale, die großen augen noch größer, die hollywoodverkronten zahnreihen von verzweifelten mädchenlippen freigelegt). ein paar tränchen fließen. bei seb nicht, aber man merkt ihm mutlosigkeit immer wieder an. gosling muss hier auch nicht so viel leisten, es reicht, dass er charmant wirkt und geheimnisvoll in die ferne blickt (als versunkener pianist verstärkt sich die maskuline ausstrahlung natürlich von allein). ab und zu wird es niedlich romantisch in künstlich-künstlerischen szenen zum träumen. die 50ies lassen herzig grüßen (bis wieder ein neumodisches handy klingelt). ein pulsierendes highlight ist der gastauftritt von john legend, der seb als keyboarder in seine band holt und ihm damit finanziell seinen jazzclub ermöglicht. die konzertszenen beleben die schläfrige romanze, auch wenn die geschichte damit einen schlenker reißt. eines-tages-endlich-schauspielstar mia heiratet dann doch einen karrierehengst, kriegt ein kind, bleibt die schmale mädchenfrau und wie das schicksal es so will, begegnet sie seb noch einmal in seinem jazzclub. sein traum ging auf, mias auch, aber der von mia und ihm nicht. aber so ist das halt im la la land.

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träume sprudeln, mia und sebastians leidenschaft nicht

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