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Livekritik zu

Lange Nacht der Berliner Avantgarde

05.04.2014 | Berlin [ Mitte ] / Konzerthaus Berlin
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august14979
am 08.04.2014

Die Berliner Avantgarde der Musikszene bittet zu einer langen Nacht. Am Zuhörer bleibt es dann hängen, welchem Ensemble er sein Ohr leiht. Denn mittendrin „die Pferde wechseln“ geht nicht, würde den Genuss der anderen Besucher erheblich beeinträchtigen. Gewidmet war der Abend Carl Philipp Emanuel Bach und seinen komponierenden Zeitgenossen. Vater Johann Sebastian hielt nicht viel von der Komponierkunst seines Filius und sagte seiner Musik eine nur kurzlebige Zukunft voraus. Er hat sich gründlich getäuscht.

Die Anfangsauswahl war nicht schwer, denn den bestritt Martin Haselböcks Konzerthausorchester allein. Franz Liszts Variationen über eine Bachkantate waren ein erfrischender Start, das mit Carl Philipp Emanuel Bachs Fantasie für Klavier und Liszts „Totentanz“ fulminant fortgesetzt wurde. Mit Deszö Ranki saß ein ungarischer Pianist von Weltklasse am Klavier.

Im weiteren Verlauf waren Jos van Immerseel am Hammerklavier und Midori Seiler an der Violine mit der Programmgestaltung an der Reihe. Zu Carl Philipp Emanuel Bachs Rondos und seiner Sonate für Violine und Piano wollte der Funke nicht recht überspringen. Beide blieben blass.

Der weitere Abend gehörte dann wieder dem Konzerthausorchester, das Martin Haselböck mit raumgreifenden Bewegungen fest im Griff hatte. Nach Carl Philipp Emanuel Bachs populärer Sinfonie D-Dur ließ Haselböck  an der Orgel Bachs Sonate für Orgel F-Dur erklingen. Den grandiosen Schluss bildete Liszts Sinfonische Dichtung „Prometheus“.

Auf die sehr hörenswerte Akademie für Alte Musik mussten wir ausnahmsweise heute verzichten.

Besucherfazit

Musikalisch bewegende Momente überwogen.

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