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Livekritik zu

50 Jahre Porsche 911

04.06.2013 - 29.09.2013 | Stuttgart / Porsche Museum
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Andrea Ostberg
am 25.06.2013

Im Porsche Museum Stuttgart heißt es noch bis zum 29. September 2013 herzlichen Glückwunsch zu "50 Jahre Porsche 911".

Von außen architektonisch außergewöhnlich, ist das Automobilmuseen innen bewusst nicht als Erlebniswelt konzipiert, sondern hier sollen allein die Fahrzeuge für sich sprechen. Und das tun sie!  Gruppiert nach charakteristischen Eigenschaften wie “schnell”, “leicht”, “clever”, “stark”, “intensiv” oder “konsequent” reiht sich ein Model des berühmten Sportwagens mit der schmeichelhaften Silhouette an das andere. Über 40 verschiedene 911-Varianten, vom Ur-Elfer über Serien- und Rennwagen und Prototypen werden präsentiert.

"In einem Porsche fährt auch immer der Zeitgeist mit"

Der kostenlose Audio-Guide gibt kurze und interessante Informationen zu ausgewählten Ausstellungsstücken, ohne den Zuhörer mit unnötigen technischen Daten zu belasten. So erklärt einem die sympathische Stimme des Audio-Guides, dass in einem Porsche auch immer der Zeitgeist mitfährt. Vor lauter zuhören sollte man aber auf keinen Fall die runden Aufkleber auf dem Boden außer Acht lassen, denn diese enthalten kurz und knapp wichtige Fakten und Anekdoten rund um  50 Jahre Porsche 911. Zum Beispiel, dass zur Markeneinführung im Herbst 1964 genau eine Golftasche in den Kofferraum passte.

Die Ausstellung zeigt nicht nur, wie der Stuttgarter Autobauer seine Führungsposition auf dem Automarkt erlangt hat, in den 1970iger Jahren war die Dominanz von Porsche bei der CanAm-Rennserie so groß, dass das Reglement geändert wurde und der Porsche 917/30 Spyder so ausgeschlossen wurde, sondern auch, dass die Schwaben durchaus Humor besitzen. Das Porsche 917/20 Coupe war damals mit 2,20 m zu breit für einen Renntransporter und musste mit einem Militär-Pritschenwagen transportiert werden. Schnell erhielt der weiße Rennwagen den Spitznamen "fette Sau". Übernacht lässt daher das Rennteam den Wagen in schweinchenrosa mit Metzgerbeschriftung umlackieren.

Eine besonders schöne Station in der Ausstellung zeigt  die Designsprache aller Porsche-Fahrzeuge indem sie die Silhouetten verschiedener 356- und 911-Modelle übereinander projizierte. An der Wand daneben dürfen sich alle Besucher mit ihrer persönlichen 911-Silloutte verewigen.

Selbst wenn man kein großer Autofan ist, bietet die Ausstellung kurzweilig viel Wissendwertes. Wenn mal ein Ausstellungstück fehlt, sollte man sich nicht wundern, den das Porsche Museum ist ein "rollendes Museum", d.h. die Exponate machen oft genau das, für was sie gebaut wurden: sie verlassen das Haus und fahren.

Zeitlich sollte man für den Besuch mindestens 1 1/2 Stunden einrechnen.

Wer nach dem Besuch des Museums Lust auf einen "Porsche to go" bekommen hat, kann diesen im Autohaus auf der anderen Straßenseite gleich mitnehmen.

 

Aufgepasst! Freier Eintritt!

Einen besonderen Geburtstagsbonus bekommen vom 4. Juni bis 29. September 2013 alle Porsche 911- Fahrer. Gegen Vorlage des Fahrzeugscheins erhalten sie und eine Begleitperson freien Eintritt in die Ausstellung. Auch alle Besucher, die im Jahr 1963 geboren sind, zahlen keinen Eintritt. Für alle anderen gilt der Eintrittspreis von 8 Euros, Kinder zahlen weniger. Für Familien gibt es ein Gruppenticket.

 

Vielleicht noch ein paar Worte zum Museumshop. Das diese bekanntlich nicht billig sind, wissen wir. Zu meiner Überraschung kostet eine Postkarte aber nur 6o Cent. Für Kinder gibt es Spielzeugautos zwischen 4 und 6 Euros oder Porsche-Eier mit eine Überraschung darin. Für Erwachsene gibt es alles, was das Herz begehrt. Socken, Steakmesser, Seifen, Eiswürfelformen,Polo-Hemden, Capis,...Der Shop ist allerdings recht klein. Bei großem Andrang kann es darin eng werden.

Das Museum ist gut mit der S6, Haltestelle Neuwirtshaus (Porscheplatz), zu erreichen, aber auch ein Parkplatz ist vorhanden.

Besucherfazit

Geschichten um den Porsche 911er ohne Prost, witzig und informativ!

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Medien von Andrea Ostberg

Porsche Museum
Porsche 917 Coupe
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