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Ausstellung: Anpassung - Überleben - Widerstand. Künstlerschicksale im Nationalsozialismus

24.05.2014 - 06.07.2014 | Soest
Beschreibung: 

Ausstellung in der Galerie und im Obergeschoss des Wilhelm-Moprgner-Hauses
Konzeption: Klaus Kösters / LWL Museumsamt
geöffnet:Di.-Fr. 14:00-17:00 und Sa.& So. 11:00-17:00
Eröffnung 24.5.14, 17:00h – 3.6.14, 19:30h Diskussion zu kulturellen Akteuren in Soest in der NS-Zeit 1933 bis 1939 Ltg.: Dr. Norbert Wex – 14.6.14, 14:30h Führung durch die Ausstellung durch den den Kurator Klaus Kösters 24.6.14, 19:30h ergänzende Betrachtung; 2.7.14, 19:30h Werkstattgespräch: „Künstler aus Westfalen im Nationalsozialismus in der Spannung zwischen modernen und antimodernen Strömungen“, Ltg.: Klaus Kösters und Dr. Hermann Buschmeyer
Nach 1933 wurden von den Nationalsozialisten fast alle deutschen Künstler von Bedeutung verfolgt, ausgestoßen, ins Exil gejagt oder in den Freitod getrieben. Ihre Werke wurden aus den Museen verbannt, vernichtet oder ins Ausland verschoben.
Die übergroße Mehrzahl der um 1890/1905 geborenen Künstler war 1933 zu jung, um einen Namen zu haben. Sofern sie sich nicht den ideologischen Vorstellungen der NS-Funktionäre anpassten, gerieten sie ins Abseits oder gingen ins Exil. Die in Deutschland verbliebenen Künstler wurden von den Strömungen der internationalen Kunst abgeschnitten und ihre eigenen Arbeiten als volksschädliche „Verfallskunst“ gebrandmarkt. Sie wurden mit Mal- und Ausstellungsverbot bedroht.
Nach dem Ende der Naziherrschaft standen viele erneut vor dem Nichts. Durch die Bombardierung der Städte wurden unzählige Werke vernichtet. Nach dem Kriegsende gewann die abstrakte Kunst in Westdeutschland die Vorherrschaft, während in Ostdeutschland der Sozialistische Realismus als alleiniger Kunststil verordnet wurde. Wer sich nicht anpasste, geriet ein zweites Mal ins Abseits.
Den Künstlern dieser „verschollenen Generation“ gilt die Aufmerksamkeit dieser Ausstellung. Sie geht der Frage nach, wie der Künstler während des Nationalsozialismus auf ideologische Beeinflussung, Kunstzensur, Überwachung bis hin zu Arbeits- und Ausstellungsverbot reagierten. Die Schicksale der in der Ausstellung versammelten Künstler zeigen die gesamte Bandbreite der damals möglichen Reaktionen – also nicht nur die verfemten und verfolgten Künstler, die in die innere Emigration, ins Exil oder in den aktiven Widerstand gingen, sondern auch die Angepassten und Überzeugten, die sich der nationalsozialistischen Kunstdoktrin unterordneten.
Ausgewählt wurden ausschließlich Künstler, die in Westfalen geboren wurden oder längere Zeit ihres Lebens dort gewohnt haben.

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15.12.2018

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