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Livekritik zu

Ingolf Lück - Seite Eins

25.02.2015 - 22.06.2015 | Berlin [ Tiergarten ], Hamburg, Köln
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Maurice Morabel
am 02.03.2015

Ingolf Lück, den die meisten noch aus der damaligen „Wochenshow“ kennen werden, gastiert derzeit in Berlin mit seinem Theaterdrama „Seite Eins – Theaterstück für einen Mann und ein Smartphone“. Inszeniert von Regisseur Christian Schäfer ist es derzeit auf der Bühne des Tipis am Kanzleramt zu sehen.

In diesem Ein-Mann-Stück übernimmt Ingolf Lück die Rolle eines Boulevard-Journalisten. Einem Mann, der Einblick in seine Arbeit und die Medienwelt gibt. Eine Geschichte um ihn und eine vermeintliche Titelstory, die „Seite Eins“. Eine, in welcher sich der Journalist einer aufstrebenden jungen Sängerin bedient. Sie selbst will ihr neues Album promoten und dennoch sich keiner allzu großen Öffentlichkeit aussetzen. Besessen von seiner bevorstehenden Schlagzeile, nutzt er schamlos das naive junge Mädchen aus und schreckt nicht vor unehrlichen oder fragwürdigen Methoden zurück, um an Hintergrundinformationen und Fotomaterial zu kommen. Manövriert sich aber selbst in brenzlige Situationen und gibt uns dabei einen Einblick hinter die Kulissen unserer Medienlandschaft.

Doch aufgezeigt wird weit mehr, als nur die uns altbekannte Kritik am Boulevard-Journalismus. Es geht um uns! Um das Publikum, den Leser! Er nimmt dabei zugleich die Opferrolle des Getriebenen, als auch die des Aggressors ein, der an der Entstehung eines großen Weltbildes mitwirkt und die sogenannten „Gutmenschen“ scharf verurteilt. Er, als das Sprachrohr all derjenigen, die gerne zuschauen und es nicht zugeben können. All die Sensationsgierigen. Die Menschen, die Boulevard-Journalismus erst möglich machen: Konsumenten!

Er konfrontiert den Zuschauer mit seiner eigenen Rolle im Umgang mit den Medien, denn wir wirken entscheidend mit. Nicht allzu bissig, bekommt aber jeder die Möglichkeit sich selbst positionieren zu können.

Ein Stück mit den Themen unserer Zeit und einem Schauspieler, der es in seiner Solorolle und im Wechselbad seiner Gefühle, keine Sekunde langweilig werden lässt.

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