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Livekritik zu

Schwanensee

12.02.2013 - 25.11.2013 | Berlin [ Charlottenburg ] / Deutsche Oper Berlin
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august14979
am 26.10.2018

Wer „Ballett“ sagt meint „Schwanensee“. Das getanzte Märchen vom schönen Schwan, in den sich ein Prinz verliebt, ist eines der meistgespielten Werke des „Meisterkomponisten des klassischen Tanzes“. Tschaikowsky ist Ballettkomponist schlechthin. Seine Werke tauchen in nahezu jedem Repertoire einer renommierten Opernbühne auf.

Choreographiert hat das Spektakel in Berlin Patrice Bart. Die Bühnenausstattung ist ein wenig spartanisch, lässt sich aber sehr flexibel einsetzen. Das Bild Russlands im 19. Jahrhundert ist gut wiedergegeben. Das Orchester ist perfekt eingestimmt, Alevtina Ioffe hat’s als Dirigentin des Abends im Griff. Mitunter erschienen mir die Tempi allzu langsam, aber das war für den guten Gesamteindruck nicht ausschlaggebend.

Das Ensemble des Staatsballetts war an diesem Abend wieder einmal in Bestform, allen voran Liudmila Konovalova als Odette / Odile. Schön, dass sie wieder für Berlin gewonnen werden konnte. Bestbesetzt mit dem Moldawier Dinu Tamazlacaru, dem ersten Solotänzer des Staatsballetts, war die Rolle des verliebten Prinzen Siegfried. Murilo de Oliveira als Benno von Sommerstein und eifersüchtiger Freund des Prinzen konnte in seiner Rolle glänzen. Der grimmige Premierminister von Rotbart darf hier nicht unerwähnt bleiben: Alexej Orlenco bewältigte diesen Part meisterhaft.

Die stärksten Eindrücke des Abends ergeben sich immer dann, wenn das gesamte „Schwanenensemble“ in Formation seinen Auftritt hat. Sehr schöner Einfall auch, wenn die Schwan-Ballerinen im 2. Akt im dichten Diskonebel langsam aus dem Dunst auftauchen.

Der Berliner „Schwanensee“ ist ein Fest für alle Sinne. Der donnernde Schlussapplaus wollte nicht enden. - Stellt sich die Frage, ob eine Neuinszenierung des „Schwanensee“ angezeigt ist, d.h. ob die Bart-Inszenierung noch als zeitgemäß durchgehen kann. Für Freunde des klassischen Balletts ist das vermutlich keine Frage: die wollen ihre Kostüm- und Bühnenausstattungsorgie in gewohnter Pracht. Und bei allem Faible fürs „Zeitgenössische“: Ich auch!

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