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Wir lieben und wir wissen nichts

17.03.2013 - 18.01.2015 | Hamburg / Hamburger Kammerspiele
Wir lieben und wir wissen nichts © Bo Lahola
Wir lieben und wir wissen nichts © Bo Lahola
Beschreibung: 

Von Moritz Rinke
Regie: Ulrike Maack
Ausstattung: Lars Peter
Mit Karoline Eichhorn, Stephan Kampwirth, Wanja Mues, Katharina Wackernagel
„Die sind zu früh! Was sind denn das für Pedanten?“

Sebastian, Kulturhistoriker und Autor mit prekärer Auftragslage, sitzt in seinem „Bewusstseinszimmer“ voller literarischer Standardwerke und liest. Hannah, seine Freundin, ist kurz vorm Durchdrehen: In einer Stunde kommen die Wohnungstauschpartner aus Zürich und Sebastian hat noch nicht mal gepackt. Hannah gibt Bankern und Managern allerorten Kurse in Atemtechnik und Zen-Meditation und verrät damit ihre ehemals antikapitalistischen Ideale. Für Sebastian sind die ständigen Umzüge jedes Mal ein Alptraum.

Noch bevor die Stunde um ist, klingelt es. Roman, Ingenieur bei einer Firma, die Internet-Satelliten baut, und seine Frau Magdalena (halbe Stelle als Tierphysiotherapeutin) stehen vor der Tür. Roman hat es eilig, denn in etwa einer Stunde startet in Kasachstan die Rakete mit „seinem“ Satelliten. Selbstverständlich möchte er sich dieses Schauspiel live im Internet ansehen. Was er nicht weiß ist, dass Magdalena versehentlich zu Hause einen Umschlag mit seiner Kündigung geöffnet hat. Seit Stunden versucht sie – erfolglos – den richtigen Moment zu finden, es ihm schonend beizubringen. Hannah und Roman stehen unter Hochdruck, Sebastian und Magdalena sind dagegen die „Entschleuniger“.

Sie sind vier typische Vertreter unserer Gesellschaft und unserer Zeit. Vier Lebensentwürfe und zwei Paarmodelle wirbeln in aufgeheizter Atmosphäre durcheinander – und als im ehemaligen Bücherzimmer das Weltall auf die Wand projiziert wird, kommt es zu einem Eklat, der mehr zutage fördert als allen lieb ist, und die große Frage aufwirft, was alle eigentlich (noch) miteinander zu tun haben.

Moritz Rinke gelingt mit seinem neuen Stück ein wohlwollender Blick auf die Liebe und unerfüllte Sehnsüchte vierer Großstadtmenschen. Er lässt uns teilhaben an situationskomischen Binnenspannungen zweier Prototyp-Paare. Es wird gelacht, geweint, geschossen und gefroren. Doch am Ende wird es wieder wärmer…

Gesamtwertung aus 1 Livekritik

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