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Macbeth

08.02.2013 - 29.04.2013 | Berlin [ Mitte ] / Maxim Gorki Theater Berlin
© Thomas Aurin
© Thomas Aurin
Beschreibung: 

Premiere am 12. Februar 2013 im Maxim Gorki Theater Berlin

Die vielleicht dunkelste Tragödie des beliebtesten Dramatikers aller Zeiten zeigt wie dünn der Boden der sogenannten Zivilisation ist und immer schon war. Dem erfolgreichen Feldherren Macbeth wurde von Hexen eine große politische Karriere vorausgesagt, die er nun mit Hilfe seiner ehrgeizigen Frau sofort in die Tat umsetzen will. Er ermordet den schlafenden König in seinem Haus, er beseitigt seine Mitwisser und Gegner und wird endlich zum erbarmungslosen Diktator, der allerdings einen hohen Preis für seine Macht zu zahlen hat. Shakespeares blutiges Königsdrama ist ein Spiel um Macht und Ehrgeiz, um Verletzungen, Hoffnungen und Wahnsinn. Maßgeblich dafür ist der Verlust von gesellschaftlicher Sicherheit in Form von Glauben oder Rechtstaatlichkeit. Ohne eine gesellschaftliche Utopie ist Zusammenleben nur Barbarei, scheint das Stück sagen zu wollen.
Der Regisseur Robert Borgmann, der zum zweiten Mal am MGT inszeniert, versucht, einen sinnlichen Brückenschlag zwischen der archetypischen Legende und Mystik längst vergangener Zeiten und der viel profaneren Gegenwart herzustellen und dabei die Wurzeln und Ursachen der niemals enden wollenden Gewalt aufzudecken. Er inszeniert das Stück wie einen Albtraum, der im kollektiven Gedächtnis der Menschheit tief verankert ist und sich so oder ähnlich immer wieder aufs Neue wiederholt. Und immer wieder neu erzählt wird, ohne dass der darin enthaltene Aufklärungsversuch wirklich greift. Melancholie macht sich unter den Erzählern breit. Das aber ist der sich immer wieder Bahnbrechenden Mechanik der Gewalt herzlichst egal.

Gesamtwertung aus 2 Livekritiken

  • Fazit
  • Unterhaltung
  • Anspruch
  • Preis/Leistung
  • Atmosphäre

2 Livekritiken

Ein machtgeiler Adliger, der scharf darauf ist, den schottischen König vom Thron zu schubsen, später von seiner Lady zum Morden "getragen" werden muss, weil ihn der Mut verlässt, sich aber am Ende » mehr

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19.08.2019

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