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Jenny Jannowitz

16.10.2014 | Frankfurt (Oder) / Kleist Forum
© Volker Beinhorn
© Volker Beinhorn
Beschreibung: 

Karlo Kollmar hat verschlafen. Nicht nur ein paar Minuten oder Stunden, nein, gleich den ganzen Winter. Er hetzt zur Arbeit, aber sein Chef sieht es gelassen. Alles eine Frage der Perspektive: Für heute zu spät, für morgen zu früh. Die Welt dreht sich weiter. Karlo Kollmar allerdings hat das Gefühl, dass sie sich immer schneller dreht und er nicht mithalten kann. Er versteht nicht, warum sein Chef viel lieber sein Kumpel sein möchte, seine Mutter nur noch mit Vornamen angeredet werden will, sein bester Freund sich zum Widersacher entwickelt, und er eben noch mit Sybille ein Paar war, jetzt aber mit Sabine zusammen ist und sich gleich von Sabynne trennen wird. Karlo ist auch schon überall gewesen, nur kann er sich nicht daran erinnern bzw. die Städte nicht voneinander unterscheiden. Die Einkaufspassagen sehen sowieso überall gleich aus – ob nun in Asien, Amerika oder Hannover. Und so vergehen die Jahre. Karlo wird älter und älter. Angeblich stehen Karlo alle Möglichkeiten offen. Aber hat er noch eine Wahl?

Michel Decars »Jenny Jannowitz« ist eine parabelhafte Komödie auf unsere Gesellschaft, in der Innehalten zur Krankheit und Flexibilität zur Tugend wird. Nur die Titelfigur Jenny scheint eine andere Sicht auf die Dinge zu haben und wird mehr und mehr zur geheimnisvollen Konstante in Karlos Leben.

Einmal im Jahr vergeben das Kleist Forum Frankfurt (Oder) und die Ruhrfestspiele Recklinghausen in Zusammenarbeit mit der Dramaturgischen Gesellschaft den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker. Er gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen für junge Dramatikerinnen und Dramatiker bis 35 Jahre und ist mit 7.500 Euro dotiert sowie mit einer Uraufführung verbunden. 2014 realisierte das Staatstheater Braunschweig die Uraufführung des Preisträgerstückes in Kooperation mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen.  

Für »Jenny Jannowitz« erhält Michel Decar den Kleist-Förderpreis 2014 für junge Dramatik.

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18.11.2019

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