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Ein Sommernachtstraum

26.12.2015 - 21.05.2016 | Leipzig / Schauspiel Leipzig
© Rolf Arnold
© Rolf Arnold
Beschreibung: 

William Shakespeare / Felix Mendelssohn Bartholdy
 
Eine Kooperation mit dem Gewandhausorchester
 
Mit der Musik „Ein Sommernachtstraum (Schauspielmusik op. 61)“ von Felix Mendelssohn Bartholdy in einer Bearbeitung für Bläsernonett von Andreas Nicolai Tarkmann
 
Die Liebe ist ein seltsames Spiel. Jeder kann lieben, wen er will, oder — wenn er es clever anstellt — geliebt werden, von wem er will. Im Rausch einer Nacht, in dem sich vier unbedarfte junge Menschen in einem ständigen Bäumchen-wechsel-dich-Spiel befinden, befeuert durch Eitelkeiten, Zaubertränke und soziale Konventionen. Und jeder spielt mit — Eltern, potentielle PartnerInnen, HerrscherInnen, ElfenkönigInnen und Trickster. Und jeder versucht das Spiel zu seinen Gunsten, für seine Günstlinge, zu entscheiden. Die Figuren drohen, manipulieren, jammern, klagen und verführen, sie werfen sich mit aller Energie in einen Kampf, den sie doch in keiner Sekunde wirklich ernst nehmen. Eine manierierte Leichtigkeit umweht die Geschichte, alles scheint potentiell amüsant, aber nie von Bedeutung. Und obwohl das Thema des Sommernachtstraums beständig und immer wieder neu verhandelt die Liebe ist, scheinen die Partnerkombinationen im Detail eher unwichtig. Und ob man jetzt aufgrund von tatsächlichen Gefühlen oder wegen eines Zaubers zueinandergefunden hat, spielt am Ende auch keine Rolle mehr. In ihrer hysterischen Oberflächlichkeit übertrumpfen sich die Figuren andauernd, einzig um des Übertrumpfens willen.
In Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ ändern sich die Neigungen, Wünsche und Liebschaften fast in jeder Szene, und ob am Ende jeder den liebt, den er eigentlich auch lieben will, bleibt also für immer im Wald verborgen, wo Traum und Albtraum gleichermaßen stattfinden. 
 
Mit diesem Projekt setzen wir unsere Zusammenarbeit mit dem Gewandhausorchester fort. Felix Mendelssohn Bartholdys Musik zu „Ein Sommernachtstraum“ wird in einer Bearbeitung für Bläsernonett den musikalischen Rahmen der Inszenierung bilden, gespielt vom Gewandhausbläserquintett und Gästen.
 
Mit „Ein Sommernachtstraum“ wird Philipp Preuss seinen Einstand als Hausregisseur geben. Nach den Erfolgen von „Der Reigen oder Vivre sa vie“ und „Wolokolamsker Chaussee I–V“ ist „Ein Sommernachtstraum“ seine dritte Inszenierung am Schauspiel Leipzig. Nach seinem Studium am Mozarteum Salzburg arbeitet er seit 2001 als freier Regisseur und bildender Künstler. Seine Inszenierungen waren unter anderem am Schlosstheater Moers, am Schauspiel Dortmund, am Schauspiel Frankfurt und zuletzt an der Schaubühne Berlin und am Residenztheater München zu sehen.

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