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Don Giovanni

13.12.2015 - 29.12.2015 | Berlin [ Charlottenburg ] / Staatsoper im Schiller Theater
© Monika Rittershaus
© Monika Rittershaus
Beschreibung: 

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Die Zusammenarbeit mit dem kongenialen Textdichter Lorenzo Da Ponte war für Mozart im Fall der komischen Oper LE NOZZE DI FIGARO überaus erfolgreich verlaufen. Das Publikum der Prager Premiere zeigte sich begeistert. Diese Gunst wollten Da Ponte und Mozart nutzen und suchten rasch nach einem neuen Stoff. Sie fanden ihn in verschiedenen Quellen um die Legende des von Tirso de Molina in die Weltliteratur eingeführten Frauenhelden Don Giovanni. In der Oper IL DISSOLUTO PUNITO OSSIA IL DON GIOVANNI (Der bestrafte Wüstling oder Don Giovanni) lassen sie den charismatischen Verführer in eine zunehmend verzwickte Lage geraten und schließlich für seine betrügerischen Amouren und einen Totschlag vor den Augen seines treuen Dieners Leporello zur Hölle fahren.

Wohl nirgends sonst jongliert Mozart so gekonnt und zielgerichtet mit historischen Opernmodellen, klassischem Formgefühl und einer Ausdrucksintensität, die die Romantik vorausahnt. In den Kontrasten von Hell und Dunkel, Komik und Dämonie, Dur und Moll tut sich eine Welt der musiktheatralischen Farben auf, wie es sie in dieser Verwobenheit vorher nie gegeben hat. In diesem »dramma giocoso« durchkreuzen sich die affektgeladene Arien-Aura der ernsten Opera seria mit der verspielten Heiterkeit der Opera buffa. Dieses Verfahren wurde ab der Mitte des 18. Jahrhunderts in der Nachfolge Goldonis von vielen Komponisten angewandt, das Besondere bei Mozarts DON GIOVANNI ist aber, dass die allgemeine Zuordnung der Personen zu der jeweiligen Sphäre aufgehoben wird und dadurch jede stereotype Personenzeichnung aufgelöst ist. Musikalisch erscheinen beide zu jener Zeit eigentlich strikt getrennten Operntypen in den grandiosen Ensemble-Sätzen sogar kühn gekreuzt.

Für E. T. A. Hoffmann war DON GIOVANNI die »Oper aller Opern«. Kierkegaard bezeichnete sie in seinem Entweder – Oder von 1843 als »Inkarnation der Genialität des Sinnlichen«. Und Brecht schrieb darüber: »Dieser Gipfel ist nie wieder erreicht worden.«

 

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19.09.2019

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