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Die Protokolle von Toulouse

26.01.2013 - 22.04.2014 | Hamburg [ Altona ] / Thalia in der Gaußstraße
© Stephan Britze
© Stephan Britze
Beschreibung: 

von Malte C. Lachmann

Der Flur in einem Wohnblock am Stadtrand von Toulouse. Fahles Morgenlicht. Es ist Mittwoch, der 21. März 2012. Zwei Männer, verbunden durch eine Sprechfunkanlage, zwischen ihnen eine von Geschossen durchlöcherte Haustür. Sie beide sind Kinder nordafrikanischer Einwanderer, beide französische Staatsbürger, Muslime. Der eine arbeitet für den französischen Geheimdienst, der andere hat in den vergangenen Wochen sieben Menschen getötet: In Montauban erschießt er am 11. und 15. März drei Soldaten, vier Tage später ermordet er drei Kinder und einen Familienvater mit Kopfschüssen, sie warteten vor einer jüdischen Schule auf den Bus. Beide sprechen mehr als sieben Stunden „von Muslim zu Muslim“ über die Bedingungen, unter denen man sich der Polizei stellen würde, über ganz persönliche und alltägliche Dinge, über den wahren Glauben und über das Risiko zu vertrauen. Karen Krüger, Redakteurin der FAZ, hat über dieses denkwürdige Gespräch, das protokolliert und von der Zeitung „Liberation“ ins Netz gestellt wurde, berichtet und für das Thalia Theatereine Fassung erstellt. Malte C. Lachmann inszeniert erstmalig am Thalia Theater. Außerdem ist im Rahmen des Festivals seine Inszenierung „Schwarze Jungfrauen“ zu sehen.

"Es ist beklemmend und faszinierend zugleich, dem wahren Leben zuzuhören. [...] Der Theaterabend wertet, moralisiert und urteilt nicht. Er verhilft zur intensiveren Auseinandersetzung." (SWR 2)

"[...] die schauspielerische Leistung ist hervorragend. [...]
Großartiges Thater, das betroffen macht. Hingehen!" (livekritik.de)

Regie: Malte C. Lachmann
Ausstattung: Stefan Britze
Dramaturgie: Carl Hegemann

Es spielen Thomas Niehaus und Rafael Stachowiak

Uraufführung am 26. Januar 2013 im Thalia in der Gaußstraße (Garage)

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14.10.2019

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