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DanceKiosk 2014

14.10.2014 - 25.10.2014 | Hamburg [ Mitte ] / Hamburger Sprechwerk
© Hamburger Sprechwerk
© Hamburger Sprechwerk
Beschreibung: 

Tanzfestival | Leitung: Angela Guerreiro

Tanz in Hamburg
14.+ 15.10.2014 / Sprechwerk / 20Uhr
*Publikumsgespräch mit den Künstlern nach der Vorstellung

Before we continue please turn off the light darling
von und mit Philipp v.d. Heijden und Lisa Rykena (Hamburg / Deutschland)
Das Stück Before we continue please turn off the light darling beschäftigt sich mit verschiedenen Arbeitsstrategien um den Begriff der Intimität zu begreifen, ihn aus der gesellschaftlich konventionellen Wertung zu befreien und ihr abhängig vom Raum neue Gestalt und Form zu geben. Eine Bewegung wird erschlossen und umschlossen, ihre Qualität wird kommuniziert und erweitert. Dies geschieht in einem Geflecht von gleichzeitig existierenden Räumen. Wir unterscheiden den eigenen Körperraum, den Beziehungsraum zweier Menschen zueinander und den real existierenden Raum in dem man sich befindet. Wir erkennen wie abhängig Intimität vom eigenen Befinden und den äußeren Umständen gelenkt wird.

…ein gekonntes, selbstbewusstes Statement.
(FAZ, 20.02.2013)

Konzept, Choreografie & Tanz: Philipp van der Heijden, Lisa Rykena
Dauer: 25min

We’ve got to get in to get out
von Ursina Tossi (Hamburg / Deutschland)
Hierarchie und Form – wie stehen sie zueinander? In wie fern formen sie Choreografien und die “Tanzwelt”? Wie geht man mit diesen aufgeladenen Begriffen um? Wie formen sie die Art und Weise, wie wir arbeiten, produzieren, tanzen und denken? Wie formen sie das Denken und Sprechen über den Körper? “We’ve got to get in to get out”, die zweite video-choreo-sophy einer Trilogy zum Thema Formungsprozesse im Tanz, entstand während meiner Recherche am ArtEZ in Arnhem. Video-choreo-sophy ist ein Format, das philosophische Fragen choreografisch stellt und mit dem performenden Körper in Interaktion tritt. Die Idee ist, zu informieren und spielerisch Optionen im Umgang mit Hierarchien zur disposition zu stellen. Alltägliche Dinge und animierte Objekte werden auf einem Küchetisch in Szene gesetzt. Sie werden gesampled mit Bildern aus dem Netz und “anderen tanzenden Körpern”.
Dauer: 30min

BRIDGE (The Union Piece)
von Julian Barnett (USA)
BRIDGE ist eine Performance über die Entfaltung von Kommunikation, die entsteht durch Dekonstruktion. Vorgespannte Vokalisation als ein Agent der Choreografie, die Arbeit folgt verfolgt einen philosophischen Faden, unterstützt durch Roland Barthes‘‘ 'Korn' der Stimme, oder der Körper innerhalb der Stimme im Moment des Singens. Die Performance benutzt die dramaturgische Plattform von zwei Soli, die verbinden angrenzende Dialoge, um ein Duett zu bilden. Somit erkundet das Projekt den einzigartigen Verbindungspunkt zu dem Hörer/Zuschauer und baut eine Brücke, die Kommunikative und Performative Barrieren vernichtet. Die symbiotische Beziehung zwischen Stimme und Körper und die individuelle Art wie sie verbunden sind orchestrieren eine Kommunikation, die ehrlich und humorvoll ist, und zeigt die Bemühungen, eine solche Verbindung zu erreichen.

Konzept & Choreografie: Julian Barnett
Performance & Recherche: Julian Barnett und Jocelyn Tobias
Dramaturgie Unterstützung: Diego Gil und Lina Lindheimer
Koproduktion von K3-Zentrum für Choreographie - Tanzplan Hamburg, ArtEZ Dansacademie, Dance Ireland,
AUNTS, American Realness Festival und Movement Research, New York.
Dauer: 35min

Tanz in Hamburg
17. + 18.10.2013 | Sprechwerk | 20Uhr
*Publikumsgespräch mit den Künstlern nach der Vorstellung

Ver : rückte Körper
von Sophia Guttenhöfer (Hamburg / Deutschland)
Das Kreatürliche ist für Menschen seit jeher faszinierend. In jeder Kultur ranken sich Mythen um Körper, die für das Andere, das Monströse stehen, für das, was sich die Menschen nicht erklären können, für Ihre Ängste und ihre heimlichen Wünsche - denken wir nur an Elfen, Zwerge, Hexen, King Kong, Spiderman. Die Künstlerin interessiert die „kreatürliche“ Körperlichkeit, das Andere, Monströse, in dessen Figuration gesellschaftliche Ängste, Tabus und Normierungen den Körper betreffend, verhandelt werden. Eine Bühnenperformance, in der atmosphärisch mit Sound, Video und Tanz gearbeitet wird. Ver:rückte Körper werden mit den Sehgewohnheiten des Publikums und deren stereotypische Vorstellungen über den Körper spielen.
Dauer: 20min

EndResult
Does your past determine how you move today?
von Dieter Defurne (Belgien)
Durch das Benutzen von Bildern, Obejekten und Tönen weden Erinnerungen angestoßen, welche wiederum Emotionen anstoßen, die schließlich Bewegung erschaffen. Zwei Individuen machen die gleiche Reise, manchmal nehmen sie verschiedene Wendungen, doch sie kommen an den selben Punkt an. Man kann die Persönlichkeiten Form annehmen, von der Kindheit , durch die Pubertät bis zu dem, was sie jetzt geworden sind. Eine persönliche Suche wird von zwei Tänzern mit unterschiedlichen Hintergründen und in verschiedenen
Lebensphasen auf der Bühne gezeigt.
Choreografie: Dieter Defurne
Tanz: Inez Verhille, Dieter Defurne
Musik: Jan Swerts: Lokenstraat 11, Tommigun: Donkey Boy, Mozes and the firstborn: I got skills, Emily Loizeau: Je ne sais pas choisir
Dauer: 30min

Waiting for Nothing
von und mit Katharina Roll (Hamburg / Deutschland)
Waiting for Nothing ist eine Performance, die vom Ausbrechen aus der Stille erzählt. Nicht einverstanden mit der modernen Legende vom effizienten Menschen erforscht Katharina Roll das Abgründige des Seins und zerpflückt vernarbte Verletzungen und Zweifel. Die Einfachheit und das Konfrontative der Punkrock-Musik sind die Triebkräfte dieser Arbeit.
Choreografie & Performance: Katharina Roll,
Musik: Steffen Müller
Band: Rotze el Bunto
Mentoring & Dramaturgische Mitarbeit: Jenny Beyer und Claude Jansen
In Koproduktion mit dem Festival 150% Made in Hamburg 2014
Dauer: 40min

Tanz in Hamburg
21. + 22.10.2014 | Sprechwerk | 20Uhr
*Publikumsgespräch mit den Künstlern nach der Vorstellung

VON GLEICH UND GLEICH
von Orthia Jöns-Anders (Hamburg / Deutschland)

Die Duettadaption Von Gleich zu Gleich' aus der Choreografie Safety in Numbers (2013) ist ein Spiel mit Resonanz und Dynamik von zwischenmenschlichen Begegnungen. Hinter den Bewegungssequenzen steht die Frage, inwieweit man bereit ist, sich mit voller Konsequenz auf sein Gegenüber einzulassen und die improvisatorische Herangehensweise auf der Bühne hebt den Aspekt hervor, dass jede Begegnung in Beziehungen immer wieder eines aktiven Tätigwerdens bedarf. Jeder Moment ist eine Entscheidung und jede Entscheidung hat ihre Konsequenzen. Gerade in der heutigen Zeit ist es Verhaltensmuster abzulegen und sich auf Begegnung und Beziehung einzulassen.
Choreografie: Orthia Jöns-Anders (Kompanie Feusse genannt Strakenbrock)
Tänzer: Jerome Zeltner, Sina Rundel
Musik: Peter Broderick und Machinefabriek, In Session 05.10.09
Dauer: 20min

RELAXA©TION
von und mit Lotte Mueller (Hamburg/Deutschland)
Unterwegs. Mit mir.
Den Rucksack vollgepackt. Was lass ich zurück?
Du siehst was, was ich nicht seh’.
Ich will in meine Höhle. Ich will was erleben.
In die Badewanne. Ich muss raus.
Ich in R E L A X A © T I O N.
Lotte Mueller verlegt diesen inneren Kampf in ein Wohnzimmer und macht ihn mit einer Mischung aus zeitgenössischem Tanz, Neuen Zirkus und Bewegungstheater sichtbar. Ein harmloser alter Sessel wird dabei zum Spielball, ist Freund und Feind zugleich. Körper und Bewegung prallen auf den gewöhnlichen Gebrauchsgegenstand, der seinen ganz eigenen Kopf zu haben scheint. Bequem und unbequem – das liegt unheimlich nah beieinander, in diesem Stück tragisch- komischer Momente.
Dauer: 15min

Matilda Carlota
von Lander Patrick (Portugal |Brasilien) und Jonas Lopes (Portugal)
Die Geschichte zeigt, dass die Welt Zeuge von zahlreichen Divas gewesen ist. Diese Frauen erlebten Momente von seelischer Verwesung in der Abgeschiedenheit ihrer Villa oder Hotelzimmer, umgeben vom Geistern in einer tiefen Einsamkeit, begleitet einzig von ihren loyalsten Angestellten. Für die Bewunderer von solchen Diven haben solche Augenblicke einen faszinierenden Charakter: sie werden zu Legenden. Matilda Carlota ist ein Archetyp, der in einem familiären Ort existiert, was in der Biografie jeder Diva zu beobachten ist. In diesem Universum wird die Realität durch stilisierten Gesten vergrößert. Ein Universum, in dem Kitsch und Trauer koexistieren sowie Glamour und Phantasmagorie, Melancholie und Delirium.
Konzeption: Jonas Lopes
Performer: Jonas Lopes und Lander Patrick
Kostüme: Jonas Lopes
Lichtdesign: Jonas Lopes, Lander Patrick
Musik: „Sposa non mi conosci“, Giacomelli; „Masquerade“, Aram Khachaturian; „Stabat Mater“, Kodaly
Coaching: Lander Patrick, Margarida Bettencourt e Rui Horta
Koproduktion: Clara Antunes Centro Cultural Vila Flor
Künstlerische Residenz: O Espaço do Tempo
Wir danken: Alena Dittrichová, Maria de Lourdes Rodrigues, Margarida Neves, Paulo Ferreira, Teresa Santos, Vânia Rovisco, Coro Trítono, Coro Cantacellis, Rui Horta, Margarida Bettencout, Tiago Coelho, Elisete Vendruscolo, Gui Garrido, Fábio Rocha de Carvalho e Rui Torrinha
Gefördert von der Fundação Calouste Gulbenkian

Surviving Dance | tanz.tausch – Künstler Austausch (Hamburg und nrw)
24. + 25.10.2014 | Sprechwerk | 20Uhr
*Publikumsgespräch mit den Künstlern nach der Vorstellung

Jakob K.
von Jonas Woltemate (Hamburg / Deutschland)
Kennen sie Jakob Klenke? Den Choreografen? Den Künstler und Visionär? - Sie kennen ihn nicht? Sollten sie aber, finde ich. Jakob Klenke, am 15. Dezember 1874 im ostdeutschen Schladen geboren – dem Ort, in dem auch meine Großeltern aufgewachsen sind - begegnet im Verlauf seines Schaffens vielen wichtigen Akteuren der Tanzgeschichte und entwickelt eine eigenwillige Praxis, die ihrer Zeit in besonderer Weise voraus ist. Jakob K. ist ein künstlerisches und historisches Experiment: Mithilfe der Klenke-Technik, dem ‚Manifest über den tanzenden Menschen‘ und seiner legendären Choreografie ‚Le Système‘ von 1902, versuche ich meine eigene künstlerische Praxis neu zu erfinden. Auf der Bühne streiten Vergangenheit und Gegenwart. Jonas Woltemate ist nicht Jakob Klenke. Der Choreograf ist kein Tänzer. Der Performer ist nicht der Autor. Aber es könnte so sein…
Choreografie: Jonas Woltemate
Dramaturgie: Heike Bröckerhoff
Performance: Moritz Frischkorn

Black Box – Blind date
von Franziska Henschel (Hamburg/Deutschland)
To see or not to see
Black Box: unsichtbares Bauteil eines Experiments. Wer hineingeht erlebt, auf sich zurückgeworfen, einen Raum mit spezieller Zeitrechnung, Optische Stille. Das Bild als Autoritätsbeweis der Realität wird abgelöst vom Hören. Tasten und Begreifen Wollen werden zur notwendigen Handlung, zum Erfahrungsraum der Wahrnehmung und Begegnung. Der Weg zu der Black Box führt über den roten Teppich, über das Angesehen Werden und Angesehen Sein der Großen Bühne. Franziska Henschel, TEXT+TANZ nimmt mit dieser Arbeit, dem ersten Teil einer Reihe über das Sehen, die Metapher der BLACK BOX wörtlich und läßt der Ungewissheit und Stille Raum, ihr performatives Potential zu entfalten.
Konzept und Regie: Franziska Henschel TEXT+TANZ
Realisation Blackbox: Tobias Filmar, Hamburg-bist-du,
Dauer: 20min

Experiment I und II
von Rebecca Egeling (Hamburg / Deutschland)
Dieses Projekt hat einen kühnen Ansatz: Die aktuelle Wirtschaft nutzt die Natur nicht als Ressource, sondern als Rohstoff. Dies ist eine politische Entscheidung, sie wird politisch unterstützt, zumindest gebilligt. Um dies in der Kunst forschend zu reflektieren, muss die Natur in dem Mittelpunkt der scheinbar heiligen Dreifaltigkeit aus Kunst, Politik und Wirtschaft gestellt werden.

tanz.tausch 2014 - tanz- und performance festival | KOLLABORATION UND AUSTAUSCH
Das tanz.tausch Festival präsentiert zeitgenössischen Tanz aus verschiedenen Regionen Deutschlands. In 2014 wird das Netzwerk um den Partner DanceKiosk-Hamburg und ggf. Tanzszene Baden Württemberg erweitert. Zusätzlich wird ein Abend ganz im Fokus junger Choreografen stehen – dieser wird gemeinsam mit Studierenden der CIAM organisiert. Im Rahmen des Austauschs DanceKiosk-Hamburg lädt Silke Z. und ihre jüngste Produktion Subtexten, am 24. +25. Oktober, im Hamburger Sprechwerk.

SUBTEXTEN
Eine Produktion von Silke Z./resistdance (Düsseldorf / Deutschland)
Mit viel Humor und einer gehörigen Portion Ironie geben zwei Tänzerinnen Einblicke in ihre emotionale und gedankliche „Innenwelt“, sie fordern sich gegenseitig heraus, sezieren und analysieren den „sub“-text und „kon“-text in der Bewegung der jeweils anderen bis ins kleinste Detail - und überraschen uns damit, dass diese „Innenwelt“ mit dem äußerlich Sichtbaren auf der Bühne – also der eigentlichen Performance – häufig so gar nicht zusammen passen will. Ursula Nill und Caroline Simon hinterfragen unter der Leitung von Silke Z. die Glaubwürdigkeit in der eigenen Bewegung. Welche Gedanken liegen einer Bewegung zu Grunde und stimmen Gedanke und Ausdruck überein bzw. müssen sie überhaupt im Zusammenhang stehen, um den Zuschauer in die Magie der Bühnenwelt zu entführen - ruft eine Bewegung einen Gedanken hervor und beeinflusst dadurch die Form und deren Bedeutung oder beeinflusst die Form einer Bewegung unsere Gedanken und dadurch die Bedeutung… oder laufen beide Prozesse zeitgleich ab? Ist die viel gepriesene Echtheit eines guten Performers in Wirklichkeit nur eine gute Lüge….. 

Konzept & Choreografie: Silke Z.
Tanz: Ursula Nill, Caroline Simon
Lichtdesign: Ansgar Kluge
Management/PR: mechtild tellmann kulturmanagement
Dauer: ca. 55min
Gefördert durch: Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Fonds Darstellende Künste In Kooperation mit dem europäischen Netzwerk studiotrade.

Kartenpreise:
VVK & AK: 14 €, ermäßigt 9 € (excl. VVK-Gebühren)

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14.10.2019

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