Berlin Transit
Die Ausstellung "Berlin Transit" präsentiert noch bis Mitte Juli Einblicke in das Scheunenviertel und die jüdischen Wohnviertel Charlottenburgs in den 1920er Jahren - einem Jahrzehnt, in dem Berlin zu einem Zentrum jüdischer Migration in Europa wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg war Berlin Zufluchtsort und Zwischenstation für Zehntausende von Juden aus Osteuropa - meist Kriegs-, Pogrom- oder Revolutionsflüchtlinge aus Russland, Litauen oder Galizien. Vielfältig vernetzt und in mehreren Sprachen zu Hause, bewirkten die Migranten eine Blüte jüdischer Kultur in der Stadt.
Die kulturgeschichtliche Ausstellung nimmt die vielfältigen Lebenswelten der osteuropäischen Juden im Berlin der Weimarer Republik in den Blick und präsentiert eine Fülle unbekannten Materials: Literarische und autobiografische Texte in den Originalsprachen Russisch, Jiddisch, Hebräisch und Deutsch werden zu Gehör gebracht, die weithin bekannten Fotos aus dem Scheunenviertel einer fotokritischen Analyse unterzogen und neu interpretiert. Ein Zyklus eindrucksvoller Pogromzeichnungen von Issachar Ber Ryback ist seit 1924 erstmals wieder in Berlin zu sehen, seine avantgardistischen Berliner Gemälde treten in einen beziehungsreichen Dialog mit Gemälden Leonid Pasternaks und Skulpturen Naum Gabos.
Eine Ausstellung der Stiftung Jüdisches Museum Berlin in Kooperation mit dem Forschungsprojekt »Charlottengrad und Scheunenviertel. Osteuropäisch-jüdische Migranten im Berlin der 1920/30er Jahre« am Osteuropa-Institut, Freie Universität Berlin.
Laufzeit: 23. März bis 15. Juli 2012
Ort: Altbau 1. OG
Eintritt: 4 Euro, erm. 2 Euro
Führungen: jeweils sonntags um 14 Uhr
Ausführliche Informationen unter: www.jmberlin.de/berlin-transit
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2 Livekritiken
Obwohl wir direkt am Jüdischen Museum wohnen, hatte ich es bisher nicht geschafft mir die neue Sonderausstellung 'Berlin Transit' » mehr
Besucherfazit:
Eine wirklich sehenswerte Ausstellung ist momentan im Jüdischen Museum zu sehen. » mehr









