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1984 - ein Alptraum

29.08.2014 - 26.05.2015 | Hamburg [ Mitte ] / Hamburger Sprechwerk
1984 - Ein Alptraum © Tobias Gloger
1984 - Ein Alptraum © Tobias Gloger
Tobias Gloger
Tobias Gloger
Beschreibung: 

1984 von Orwell - der Roman ist Legende. Überall, wo es darum geht, staatliche Überwachungsmaßnahmen kritisch zu kommentieren, wird Orwells 1948 geschriebene Schreckensvision eines totalitären Überwachungsstaates zitiert.
Wenn man recherchiert, wie oft Orwells Worte "Big brother is watching you" im Jahr 2013 im Internet benutzt wurde, findet Google ca. 1.390.000 Ergebnisse. Nach Bekanntwerden des geheimen PRISM-Überwachungsprogramms des US-Geheimdiensts NSA im Juni 2013 erlebte das Buch in den USA und Großbritannien ein Revival. In der Liste der meistverkauften Bücher des Internet-Buchhändlers Amazon stieg es in den USA auf Rang 66 und in Großbritannien auf Platz 42.

Die Handlung:
In einem totalitären Präventions- und Überwachungsstaat im Jahre 1984 lebt Winston Smith, ein einfaches Mitglied der diktatorisch herrschenden Staatspartei unter dem fiktiven Herrscher "Big Brother". Der Große Bruder ist allgegenwärtig und verfolgt die Bürger bis in die intimsten Bereiche ihres Lebens. Smith will sich der allgegenwärtigen Überwachung zum Trotz seine Privatsphäre sichern. Er hat sich in Julia verliebt und unterhält mit ihr eine verbotene Liebesbeziehung. Dadurch gerät er in Konflikt mit dem System. Er wird verhaftet und einer Gehirnwäsche unterzogen.

Der tschechisch-österreichische Schriftsteller, Politiker und Träger vieler Literaturpreise Pavel Kohout hat bereits 1984 seine Theaterfassung des Stoffes veröffentlicht.

PRESSESTIMMEN

"Der Überwachungsstaat als beklemmendes Schauspiel..... Ein unbedingt sehenswerter Theaterabend."
Hamburger Abendblatt 05.09.2014

"Theater darf und kann eben mehr, als tuffig zu unterhalten. Dieser Theaterabend hat Eindrücke in mir ausgelöst, die weit über den Abend hinaus in mir weiterwirken und Bestand haben. Das ist viel und das größte Kompliment ans Ensemble. Danke für dieses Theatererlebnis."
Livekritik 31.08.2014

"Premiere: 1984 – Beklemmend, weil es möglich ist...
"Die Darsteller benötigen nur wenige Requisiten, um die Vorstellung der totalen Überwachung lebendig werden zu lassen. Besonders die oft fließend ineinander übergehenden Emotionen der Charaktere werden durch die Schauspieler so eindringlich vermittelt, dass sich beim Zuschauer immer wieder eine Gänsehaut bildet...
Es ist aber nicht allein die überzeugende Darbietung auf der Bühne, die das Publikum in seinen Bann schlägt. Die geschickte Verknüpfung von Orwells Werk und aktuellen gesellschaftlichen Debatten zusammen mit den Möglichkeiten moderner Technik, lassen die Frage aufkommen ob wir 2014 nicht schon längst in der Welt von 1984 leben....
Der Schlusspunkt einer beklemmenden aber herausragenden Aufführung, die wichtige Fragen stellt. Wer die Gefahren der wachsenden Überwachung noch immer nicht erkannt hat, sollte unbedingt ins Sprechwerk gehen."
Mittendrin 30.08.2014

"Es wird ein starkes Stück, dem aktuellen Thema gerecht....
...ein sehr dichtes Stück...
Die Schauspieler sind überzeugend, ja beeindruckend...
Ich werde in das Stück hineingezogen, es wird zur Gegenwart..."
Kultur Extra 03.09.2014

"Eine beson­ders erfolg­reiche Produk­tion verlangt selbst in Hamburgs Off-Theatern nach Wieder­auf­nah­me­vor­stel­lungen. In diesem Fall zählt Konstanze Ullmers Insze­nierung der drama­ti­sierten Bühnen­ver­sion des George-Orwell-Romans „1984“ dazu...
Ullmer hat für die Rollen ein hervor­ra­gendes Darstel­ler­team zusam­men­ge­stellt: Mit Ines Nieri und Tobias Kilian als der Gehirn­wä­sche, der Folter und dem Tod geweihtes Liebes­paar Julia und Winston Smith, dem (nicht nur körper­lich) riesigen Tom Pidde in der Doppel­rolle O’Brian und Parsons, der im Sprech­werk seit dessen Bestehen nahezu dauer­be­hei­ma­teten Jasmin Buterfas, dem drei Episo­den­rollen gekonnt diffe­ren­zie­renden Stephan Ahrweiler sowie den zwei Kindern der Regis­seurin, Undine und Kassandra, die – hoffent­lich – in die „bessere Welt von Morgen“ hinein­wachsen werden.... ...
Da dies die einzige Sprech­werk­pro­duk­tion der Spiel­zeit 2014/15 ist, die von der Hamburger Kultur­be­hörde finan­ziell unter­stützt wurde, kann Ullmer mit Film, Video, Ton und Licht eine erschüt­ternde Szene (Kanade Hama­waki) um die glän­zenden Darsteller herum zaubern lassen, die von Ferne an Staats­thea­ter­mög­lich­keiten erinnert....
Ullmers und ihres Drama­turgen Andreas Lübbers’ benei­dens­wert bester Einfall: Winston Smiths Tage­buch­ein­tra­gungen aus den Gedanken Edward Snow­dens zu rekru­tieren. Ein Ausnahmeabend!"
GODOT 22.09.2014

Diese Produktion ist durch die Kulturbehörde Hamburg gefördert.

Kartenpreise:
VVK: 19,40 €, ermäßigt 11,70 € (incl. VVK-Gebühren)
AK: 20 €, ermäßigt 12,50 €

Di 26.05., Mi 27.05.2015 jeweils um 20 Uhr

Gesamtwertung aus 4 Livekritiken

  • Fazit
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4 Livekritiken

Unter dem Hashtag #Watching1984 sollte das Theaterstück 1984 - ein Alptraum auch außerhalb des Theaters verfolgt werden können. » mehr

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