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Livekritik zu

Lenny Kravitz auf „Strut“-Tournee

05.11.2014 - 18.11.2014 | Berlin [ Friedrichshain ], Frankfurt (Main), Stuttgart, München, ...
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Anne Grasmay
am 08.11.2014

Sein zehntes Album präsentiert Lenny auf seiner aktuellen Tournee. Mit „The Chamber“ und „Strut“ befinden sich auf dem gleichnamigen Album STRUT wieder musikalische Meisterwerke, die definitiv ins Ohr gehen. Energiegeladen, rockig und impulsiv ist das neue Album! Der Titel - ins Deutsche übersetzt bedeutet strut „stolzieren“ - trifft es da sehr gut. Stolz kann Lenny auf sein zehntes Album sein, doch stolziert er auch? Davon konnten sich seine deutschen Fans am Mittwoch in der o2 World Berlin überzeugen.

Wer große Hallen und Arenen mag, hatte auf diesem Konzert sicher seinen Spaß und die, die sie nicht so mögen , mussten sich eben darauf einlassen, denn der Star gibt schon seit Langem keine Konzerte mehr in kleinen Clubs.
In Ledermantel und Sonnenbrille betritt Lenny die Bühne. American Woman ist einer der ersten Songs an diesem Abend, den der coole Fünfziger vor einigen Jahren live zusammen mit Prince spielte, dessen Musik Lenny schon früh musikalisch inspirierte. Von seinem 1991 veröffentlichten Album „Mama said“, das er nach seiner Scheidung von Lisa Bonet aufnahm, spielt er seinen nächsten Klassiker „It ain’t over till it’s over“. „Thank you to come to make love“, spricht Lenny zu seinen Fans. Der namengebende Song des neuen Albums folgt: „Strut“ steht aufgrund des eindringlichen Beats den Klassiker in nichts nach.

Nach diesem großartigen ersten Drittel schöpft die Band die etwas ausgedehnteren Nummern aus dem Repertoire der letzten neun Alben. Jazz-Fans kommen bei „Dancin‘ til dawn“ und dem grandiosen Saxophon-Solo auf ihre Kosten. Lenny tanzt, hüpft und ist in voller Ekstase! Wen das nicht mitreißt, dem kann auch nicht mehr geholfen werden, denn das ist pure Emotion und Energie, die da von der Bühne in die O2 World ausgestrahlt wird! Mit Gitarren und Bläsern geht es weiter: „Sister“ vom Album „Are you gonna go my way“ (1993).
Aufregende Erinnerungen verbindet Lenny mit seinem ersten Besuch in Berlin und an die Durchquerung Ostdeutschlands im Jahre 1989. Der Stadt gibt er einen Platz in  „New York City“, dem Song über seine Geburtsstadt. Lenny, diese - sicherlich gut gemeinte - Publikums-Animation zieht leider schon lang nicht mehr!

Es folgen unter anderem „My mama say“ und Klassiker wie „I belong to you“ und „Fly away“ von seinem Album „5“. „The Chamber“ und „Are you gonna go my way“ hebt sich Lenny für die Zugabe auf, ein Konzertende, das nicht zu toppen ist.
Die Licht- und Video-Installation sowie der Sound gaben definitiv jeden Anlass dazu, ein tolles Konzerterlebnis in Erinnerung zu behalten. Mit dem Gedanken Stars wie Lenny Kravitz nicht hautnah zu erleben, muss man sich einfach abfinden. Eine tolle Show und ein musikalisch abwechslungsreiches, energiegeladenes Konzert - ein Augenschmaus sowieso – bot uns Lenny und seine virtuose Band.

Besucherfazit

Ein grandioses Konzert!

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