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Livekritik zu

Annenmaykantereit

16.02.2015 | Potsdam / Waschhaus Potsdam
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Stephan Grune
am 03.03.2015

AnnenMayKantereit - Band der Stunde, die letztes Jahr beschlossen hat, einfach mal berühmt zu werden. Wenn auch durch die mediale Hilfe von "Circus Halligalli", ist das mehr als verdient geschehen und so konnten die Kantereits binnen kürzester Zeit viele Auftritte Ihrer "AMK 2015"-Tour als ausverkauft melden. In einigen Städten, wie zum Beispiel in Potsdam, konnten zur Freude vieler Fans sogar kurzfristig geplante Zusatztermine eingerichtet werden - natürlich ebenfalls ausverkauft, natürlich auch unter vereinfachten Bedingungen, da kein Tourstopp in Berlin geplant war.

An der Location "Waschhaus" gibt es eigentlich nichts zu meckern. Der Einlass ging problemlos über die Bühne und auch die Garderobensituation wurde mit zwei Anlaufstellen für die 1.400 Besucher gut gelöst.Vor der Halle konnte man sich dann nochmal am Bratwurststand stärken oder im Foyer mit allerlei Merchandise eindecken um die Bands auch für ihre kommenden Projekte zu unterstützen. 

In der eigentlichen Konzerthalle, die sich nicht wirklich von anderen Venues abhebt (was einem erinnerungsreichen Konzerterlebnis allerdings in keinster Weise im Weg steht),wurde zuerst die Barsituation gecheckt: Es gab einen längeren Tresen im hinteren Teil der Halle mit ausreichend Manpower dahinter, also waren die Wartezeiten angenehm, im Gegensatz zu den 4,- €, die man für ein Bier löhnen musste, das ist aber allerdings auch der Normalpreis bei allen Veranstaltungen im Waschhaus.

So, Jacke abgegeben, Wurst gegessen, Bier geholt - jetzt kann das Konzert auch mal losgehen! Von Wegen Lisbeth durften als Support natürlich den Anfang machen und konnten sofort überzeugen. Die sechs sympathischen Jungs aus Berlin, die wie echte Rockstars mit der S-Bahn und Tram zum Konzert gefahren sind, waren schon letztes Jahr mit AMK auf Tour und man kann nachvollziehen, warum die Beiden sich wieder zusammengefunden haben. Von Wegen Lisbeth bieten klassischen Indiepop auf deutsch und wissen durch ungewöhnliche Instruemente und clevere Songtexte zu begeistern.(Hörtipps: "14 Tage Testversion" & "Sushi"). 

Nach einer halben Stunde waren die Lisbeths dann auch schon wieder fertig und nach kurzer Umbaupause durfte das Publikum endlich bei Henning Mays phänomenaler Stimme dahinschmelzen. Im ersten Teil des Konzerts präsentierten uns die drei Kölner eher unbekanntes Material, von dem, so betonte es May auch immer wieder, noch kein Song wirklich fertig sei. Die Lieder würden quasi alle erst so richtig auf der Tour geformt werden und dafür war einiges schon sehr stark, besonders hervorzuheben ist hierbei der Titel "Pocahontas"! 

Zum Ende hin kamen wir dann auch in den Genuss der "Hits" wie "Schon Krass", "Oft gefragt", "21,22,23" oder "Barfuß am Klavier". Viele Coverversionen, die man auf ihrem YouTube Channel finden kann, blieben hierbei außen vor. Auf Nachfrage teilte uns die Band dann mit, dass sie auf ihren Konzerten nur die eigenen Songs performen wollen.(Bis auf eine wirklich, wirklich sehr geleungene Version von "Sunny").

Wie das bei jungen, tollen Bands der Fall ist, die noch nicht viel Gesangsmaterial in petto haben, war das Konzert natürlich viel zu schnell vorbei, doch die Konzertbesucher hochzufrieden. Die Band hatte sichtlich Spaß auf der Bühne, obwohl man ihnen eine gewisse Unsicherheit wegen der Größe der Konzerte, die sie jetzt spielen, nicht absprechen kann. Besonders Sänger May hätte man zu gern mal in den Arm genommen, wenn er wieder mal nicht so recht wusste, wie er jetzt mit dem ganzen Jubel umgeht.

Von Wegen Lisbeth werden von August bis Oktober eine eigene kleine Deutschlandtour starten und auch wieder Halt im Waschhaus machen. Die Jungs von AMK sind jetzt noch bis Mitte März auf Tour und dann im Sommer auf diversen Festivals vertreten; im September gibt es im Rahmen Der Neuen Deutschpoeten auch einen Auftritt im IFA Sommergarten in Berlin.

Besucherfazit

Zwei junge Bands, von denen man noch viel erwarten darf.

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Medien von Stephan Grune

AnnenMayKantereit_17022015_Waschhaus_c_Stephan Grune
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