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Livekritik zu

"Weiche Schädel und Schädelharfe": Salvador Dalí (1904-1989)

29.07.2014 - 19.10.2014 | Frankfurt (Oder) / Museum Junge Kunst - Rathaushalle/Festsaal
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Sonja Köllinger
am 30.07.2014

Gestern war ich zum ersten Mal in Frankfurt (Oder) und ich muss sagen: Die Reise (von Berlin aus) hat sich wirklich gelohnt! Ich war eine der Glücklichen, die während der sehr gut gefüllten Ausstellungseröffnung einen Sitzplatz ergattern konnte. Die Museums-Direktorin und Kuratorin Frau Prof. Dr. Rieger-Jähner leitetete die Besucher kurz ins Leben und Werk des Universalgenies Salvador Dalí ein, was zumindest einige wenige Orientierungspunkte für die sehr umfangreiche Ausstellung bot. Nach der feierlichen Eröffnung mit mehreren Rednern und Musik, wurden die ausgestellten Objekte, die von Aquarellen und Handzeichnungen über Druckgrafiken bis hin zu Illustrationen der Weltliteratur reichen, bewundert. Mehr als 300 Exponate sind im Rahmen der Ausstellung WEICHE SCHÄDEL UND SCHÄDELHARFE im Museum Junge Kunst zu sehen.

Der surrealistische Einfluss Dalís, der sich allein durch seine gattungsübergreifende Arbeit  zeigt, ist unübersehbar. Dalís Werk beschränkt sich nämlich nicht nur auf Objekte der bildenden Kunst: Auch philosophische und kunsttheoretische Texte, Drehbücher, ein Roman und eine Autobiographie gehören zu seinen Arbeiten. Den Großteil der Ausstellung machen die Illustrationsfolgen von verschiedenen Meilensteinen der Literaturgeschichte aus - 23 Bilderserien an der Zahl. Dalí bringt hier seine ganz eigene künstlerische Interpretation von Werken großer Autoren wie Dante Alighieri, Miguel de Cervantes Saavedra, Giacomo Girolamo Casanova, Goethe und Lewis Carroll zu Papier - um nur einige von ihnen zu nennen. Unheimlich, traumbildnerisch und geheimnisvoll wirken die Illustrationen, manche sehr farbenfroh, manche einfacher und skizzenhaft. Ich persönlich hätte es schön gefunden, ausgewählte Textpassagen aus den Werken parallel zu den Bildern lesen zu können.

Was bei der Eröffnung in jedem Fall deutlich wurde: So kreativ und so produktiv Salvador Dalí war, genauso selbstbewusst war er auch. Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, brachte dazu in ihrer Rede ein sehr schönes Zitat des Künstlers: "Jeden Morgen beim Erwachen genieße ich das erhabene Vergnügen, Salvador Dali zu sein. Voller Erstaunen frage ich mich dann, was dieser Dalí heute noch wieder Wunderbares verrichten wird." Und genau dieses Wunderbare zeigt die Ausstellung, nämlich unzählige Exponate aus verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers. Umfangreich und informativ!

Besucherfazit

"Wunderbares" aus dem Leben des großen Salvador Dalí

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