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Livekritik zu

all you need is love!

20.02.2015 - 24.05.2015 | Berlin [ Mitte ], Krefeld, Koblenz , Mönchengladbach, ...
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Sarah Dickel
am 23.03.2015

 

Ein Musical rund um die Hits einer der bekanntesten Bands der Welt. Eine ganz schön schwierige Aufgabe, die sich der Produzent Bernhard Kurz  im Jahr 2000 vorgenommen hatte. Als gelungen würde ich sie dennoch, mit kleinen Abstrichen, ansehen. Aber der Reihe nach.

Um die Hits der Beatles in einem Musical zu präsentieren, benötigt es natürlich vor allem eine Sache: Eine Band, die die Hits spielt. Mit der Band Twist & Shout“ wurden Musiker verpflichtet, die den Beatles nicht nur ähnlich sehen und hervorragende Stimmen besitzen, sondern auch den Spirit der Zeit zurück auf die Bühne holen. Besonders stechen vor allem Tony Kishman als Paul McCartney und Howard Arthur als John Lennon ins Auge – und ins Ohr. Die beiden rufen beim Publikum nicht nur johlenden Applaus hervor, sondern lassen die Zuschauer zusätzlich bei ruhigen Liedern wie „Yesterday“ oder „Hey Jude“ melancholisch in Erinnerungen schwelgen. Die vierköpfige Band, die noch von John Brosnan als George Harrison und Carmine Francis Grippo als Ringo Starr ergänzt wird, erschafft eine Atmosphäre, die an die 60er erinnert und bei dem das – zumeist – ältere Publikum einen Sprung in ihre eigene Vergangenheit erlebt. Aber auch die jüngeren Zuschauer werden durch die Authentizität der Twist & Shout Band mit in eine längst vergessene Zeit getragen.

Ergänzt wird die Band von einigen Schauspielern, die die Geschichte der berühmten Band erzählen und „mitbegleitet“ haben. Als besonders herausragend muss der Schauspieler Frank Kessler genannt werden, der einen Roadie der Band spielt. Er erzählt zwischen den verschiedenen Liedern die Geschichte der Band und schafft es mit seiner authentischen Spielweise den Zuschauer glauben zu lassen, dass er wirklich mit den Beatles um die Welt gereist ist. Das Publikum bekommt durch ihn einen Eindruck, was für Folgen der große Erfolg der Beatles mit sich brachte und welche Spannungen es innerhalb der Band gab. Zudem entsteht der Eindruck, als würde er geheimste Details aus dem Nähkästchen plaudern und hätte lange Nächte mit den Jungs durchgemacht. Ein Schauspieler, den man sich in jedem Fall merken sollte.

Als kleiner Wermutstropfen kann einzig genannt werden, dass, im Gegensatz zu anderen Musicals um berühmte Bands, wie Mamma Mia, oder We will rock you, hier versucht wurde nicht nur die Hits der Band in eine Show zu packen, sondern eben auch ihre Geschichte. Und das ist nicht immer perfekt gelungen. Manchmal entsteht ein etwas holpriger Eindruck, auch wenn mit Hilfe von Videoaufnahmen auf einer großen Leinwand immer wieder Einblicke in die 60er gewährt wurden. Letzten Endes sind es vielleicht auch die Erwartungen hinter dem Begriff  „Musical“, die mit dieser Show nicht ganz erfüllt werden. Trotzdem ist es definitiv eine mehr als gelungene Show, die sich kein echter Beatles-Fan entgehen lassen sollte.

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Einzig der Begriff Musical führt etwas in die Irre - super Beatles-Tribute-Show!

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