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Livekritik zu

Der Name der Rose

11.05.2012 - 30.05.2015 | Berlin [ Friedrichshain ], Chorin
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Nicole Haarhoff
am 01.06.2015

Vom historischen Bahnhof aus fährt uns ein Shuttlebus zum Kloster Chorin. Durch Kasse / Museumsshop / Info kommt man dann in den Innenhof, wo das kleine, aber feine Klostercafé alles in Bio anbietet. Dann geht es hinauf zum eigentlichen Kloster, das malerisch in die Sonne des frühen Abends getaucht ist. Schöner kann man den Klosterkrimi von Umberto Eco wohl kaum in Szene setzen. Durch den eindrucksvollen Kreuzgang gelangt man ins Klosterschiff, hinter der für den Abend aufgebauten Bühne zeigen die großen Spitzbogenfenster den Abendhimmel.

Eine Benediktinerabtei ist in Aufruhr: Ein Toter ist gefunden worden! Selbstmord kann ausgeschlossen werden, denn obwohl der Mann zerschmettert am Fuß des Berges gefunden wurde, so waren doch alle Fenster der Abtei geschlossen. Wer also könnte den Tod eines Mönchs gewollt und herbeigeführt haben? Der ehemalige Inquisitor  William von Baskerville, der für seinen Scharfsinn bekannt ist, wird vom Abt zur Hilfe gerufen und trifft mit dem Novizen Adson von Melk bald ein. Die beiden Männer sehen sich bald nicht nur einem Mord gegenüber, sondern eine ganze Reihe von Morden erschüttert die Abtei.

Alles weist auf ein geheimnisvolles Buch als Gegenstand und Grund für die Morde hin. Der Zugang zur Bibliothek allerdings wird vehement verteidigt. Weitere Morde geschehen, während William und Adson versuchen, den Geschehnissen auf den Grund zu gehen.

Einen besseren Ort für diese düstere Kriminalgeschichte kann man sich wohl kaum vorstellen. Die Atmosphäre ist einfach wunderbar und macht diesen Theaterabend zu etwas ganz besonderem. Dagegen bleibt das Stück ein wenig zurück, ohne die wunderbare Kulisse wäre der Abend wohl nur ein etwas dröges Auf und Ab von vielen Kutten gewesen, denn das Düstere, Verzweifelte und Kritische der Romanvorlage bleibt etwas auf der Strecke. Toll: Matti Wien als hintergründig lächelnder William von Baskerville. Alles in allem ein schöner Abend.

 

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Hauptdarstellerin: das Kloster Chorin

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