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Livekritik zu

Ein Mann fürs Grobe

12.01.2013 - 09.12.2013 | Berlin / Schlosspark Theater Berlin
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Mig Bogdoll
am 14.01.2013

Ein Mann fürs Grobe heißt das neue Stück im Schlosspark Theater in Steglitz-Zehlendorf. AUSVERKAUFT steht fett gedruckt auf einem Zettel vor der Kasse. Soweit das Auge reicht, überall wimmeln Promis und Schauspieler herum, alle wollen sie ihre Kollegen unterstützen. Sebastian König und Jil Funke sind hier, um ihren ehemaligen Kollegen aus der TV-Serie "Anna und die Liebe" Chris Gebert, anzufeuern. Auch Wolfgang Bahro, weitere GZSZ sowie Rote Rosen-Schauspieler sind zu erblicken. Ich bin gespannt. Wie wird sich wohl Désirée Nick als Theater-Schauspielerin machen?

Als die letzten Plätze im Zuschauersaal belegt werden und es ganz still wird, ertönt eine französische Musik im Hintergrund. Der Vorhang geht auf und zu sehen ist ein prächtiges, räumliches Bühnenbild. An den Seiten gibt es viele Bücherregale, Zeitungen, Lektüren, außerdem weiße Fensterrahmen mit Panoramablick auf die Stadt (große Plakate). Vorne am Bühnenrand steht ein schwarzes Sofa mit Sessel, im Hinterraum ein Arbeitstisch, alles ganz legére gehalten.

 

Die Handlung ist einfach gestrickt: Severine (Désirée Nick) ist die Leiterin eines Verlagshauses und ihre Karrierelaufbahn sieht ziemlich gut aus. Ihr Verwaltungschef Patrice (Marko Pustisek), ein sehr attraktiver Mann, ist gleichzeitig ihr Lebenspartner. Nach 20 Jahren taucht plötzlich Severines einst sehr wohlhabender Ex-Mann Jean-Pierre (wunderbar humorvoll gespielt von Achim Wolff) auf und bittet sie darum, ihn in ihrem Verlagshaus einzustellen. Er habe all sein Hab und Gut verloren und müsse doch irgendwie seinen Unterhalt bezahlen. Also wird er Putzfrau, sehr lächerlich auch "Facility-Manager" genannt von seiner Chefin. Allerdings soll er sich unter falschem Namen anstellen lassen, da keiner wissen soll, dass die beiden einmal verheiratet waren. Jean-Pierre, nun August Baguett, wird mit der Zeit Zeuge einer Liebesaffäre zwischen Patrice und Célia (Birge Funke), Severines Assistenin. Schnell entstehen unangenehme Situationen und viele Lügen häufen sich. Jean-Pierre kann mittlerweile nur noch schmunzeln und ist der Insider verschiedener Stories der anderen. Auch Severines Sohn Guillaume (Chris Gebert) ist unter Falschnamen gemeldet. Somit bekommen Jean-Pierre und Gillaume erst nicht mit, dass sie Vater und Sohn sind.

 

Die Sprachwahl in dieser Inszenierung ist frech, vorlaut und frei Berliner Schnauze. Zackige Antworten lassen das Stück fließen. Es wird geredet ohne Punkt und Komma, was nicht zum Nachteil dient! Hier geht es klar und deutlich um den Humor, es ist ein Stück zum Lachen und Spaß haben. Theatralisch ist "Ein Mann fürs Grobe" kein geborenes Meisterwerk, die Handlung ist möglicherweise nicht ganz ausgereift. Trotz allem merkt man den Darstellern an, dass sie die Premiere genießen und sich freuen, wie viele Menschen ihnen heute abend zugesehen haben!

Désirée erzählt mir nach dem Auftritt noch ganz in ihrer Welt versunken: "Die Arbeit mit meinen Kollegen bereitet mir wirklich viel Freude und ich fand den heutigen Abend einfach perfekt! Proben top, Show top!" Sofort werden noch Erinnerungsfotos geknipst, vom gesamten Ensemble sowie von Fans und Freunden. Achim Wolff, Chris Gebert und auch alle anderen Schauspieler haben ein breites Grinsen im Gesicht! Also wenn das keine gute Laune bereitet!

Besucherfazit

Eine rasante Komödie, perfekt gegen die winterlich graue Stimmung!

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