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Livekritik zu

Shrek - Das Musical

17.01.2015 - 31.01.2015 | Berlin [ Mitte ] / Admiralspalast Theater
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Mig Bogdoll
am 22.01.2015

SHREK - DAS MUSICAL! Darauf haben viele Menschen im deutschsprachigen Raum gewartet und nun ist das Musical nach dem gleichnamigen Hollywood-Streifen endlich da und auf Tournee. Die Fans stammen aus jeder Altersklasse, jedoch stelle ich schon im Eingangsbereich zum Admiralspalast fest: Das Publikum wird heute hauptsächlich von Kindern und Jugendlichen mit ihren Begleitpersonen regiert! Alle sind total aufgeregt und lassen sich schon vor der Show mit „Die drei kleinen Schweinchen“ fotografieren. Diese drei verkleideten Darsteller laufen auch zum Auftakt noch einmal durch das Publikum und die Kinderaugen strahlen, was das Zeug hält! Man ahnt Lautes, Buntes und Schönes auf der Bühne. Der Vorhang glitzert in grün, darauf das „S“ mit den zwei kleinen Hörnern  von Shrek versehen. Esels Stimme erklingt hinter dem Vorhang, er begrüßt das Publikum mit Shrek und schon geht es los.

Kurz einmal zur Handlung: Shrek ist ein Oger und die Menschen fürchten sich vor ihm, weil er groß, kräftig, grün und einfach anders ist. Darum will er alleine leben und bleibt in seinem Sumpf, wo er seine Ruhe haben kann. Doch dann verscheucht Lord Farquaad, der Herrscher von Duloc, all die Märchenfiguren aus seinem Land und schickt sie genau in Shreks Heimat! Das will der Oger sich nicht gefallen lassen, sein Reich gehört ihm allein und er wird es auf keinen Fall mit einem Lebkuchenmann, Rotkäppchen, dem hässlichen Entlein, einer Hexe und Co. teilen. Da überlegt Shrek nicht zweimal, den Lord aufzusuchen um ihm gehörig die Meinung zu sagen. Auf dem Weg nach Duloc begleitet ihn Esel, der in seiner Quasselei weder Punkt noch Komma setzt. Esel erklärt dem Oger „Du wirst es nicht bereuen, dass ich dich begleite, ich bin ganz still, siehst du?“, und hält sich einen Huf vor sein Maul. „Zu spät“, raunt Shrek genervt und die beiden machen sich auf den Weg. In Duloc angekommen ist Lord Farquaad sofort klar: Shrek ist der perfekte Mann, um seine Prinzessin Fiona aus dem von einem gefährlichen Drachen bewachten Turm zu befreien. Nur dann würde Shrek seinen Sumpf wieder ganz für sich allein haben. Nichts leichter als das, für einen starken Oger wie Shrek. Und sofort bricht er mit Esel auf, um die Prinzessin zu finden…

Zwischen Lachen, Schreien und Weinen

In dem Musical tragen sehr viele Personen ganz wichtige Rollen und auch hinter der Bühne gab und gibt es sicherlich eine ganze Menge zu tun. Das ist natürlich bei jeder einzelnen Bühnenproduktion, im Theater und auch am Film-Set der Fall, aber ich habe hier seit langer Zeit endlich wieder das Gefühl, dass jeder Mitarbeiter bei „Shrek“ seine Rolle lebt und liebt. Jedes Detail ist genau bestimmt, jeder Schauspieler hat so viel Emotion in sich und Freude an seinem Tun! Welche Stimmen und Tänzer hier zusammentreffen, ist der Wahnsinn und ich habe Gänsehaut und Freudentränen in den Augen. Jeder Besucher kann sich hier auf wahnsinnig humorvolle Szenen freuen, genauso auf farbenfrohe und verspielte Kostüme. Einige Kleidungsstücke glitzern von oben bis unten. Durch die genauen Details und Farben erkennt man sofort die Märchenfigur. Auch sehr wichtig: Das Bühnenbild. Es wurde mit viel Fantasie und neuen Medien und Techniken aufgebaut. Während der Wald und Gesteine plastisch angefertigt worden sind, laufen auf einer Leinwand im Hintergrund bewegte Bilder oder Animationen zu der jeweiligen Szene mit. Es gibt unglaublich viele Eindrücke und es macht riesigen Spaß, die Geschichte mit zu verfolgen. Kleine Scherze wie beispielsweise ein Rückwärtsgang mit Ein- und Ausparkhilfe für ein Pferd lassen den Zuschauer-Blick niemals von der Bühne abschweifen

Besser als Kino

Mich haben an diesem Abend sehr viele Dinge, Darsteller, Tänze und Songs beeindruckt, jedoch möchte ich hier einmal hervorheben, dass die Stepp-Nummer von Prinzessin Fiona und den Ratten (vom Rattenfänger von Hameln) viele Leute im Saal umgehauen hat! Außerdem finde ich den Drachen sehr gut gestaltet mit den drei Darstellern, die ihn steuern müssen. Und stimmlich ist dieses Musical für mich eine 1 mit Sternchen. Die kleine Fiona war eigentlich die Allergrößte des Abends. Fazit:  Ich würde wieder reingehen, allein der Atmosphäre wegen, die im Admiralspalast fast schon familiär wirkt, da das Theater nicht zu groß ist und man von allen Plätzen gut sehen kann.

Die Moral von der Geschicht

Etwas ganz besonderes hat die Geschichte um Shrek außerdem: Sie fasziniert mich deswegen, weil es einerseits total bunt und schräg ist, fast schon übertrieben, jedoch erkennt man beim genaueren Hinschauen auch ein paar kleine Lebensweisheiten. So ist es zum Beispiel gar nicht schlimm, anders zu sein. Ganz im Gegenteil: Letztendlich freut sich jeder über sein Makel. Und Liebe beginnt nicht durch den Zwang oder eine Hochzeit, Liebe beginnt bei dir selbst und deinen Mitmenschen.       

Für mich ist „Shrek - Das Musical“ ein sehr modernes, buntes Musiktheater von sehr hohem Niveau. Ich lobe diese Produktion sehr hoch, weil sie einfach sonderbar gut ist! Runter vom Sofa und ab zu Shrek!

Bald ist das Musical auch in München, dann in Zürich und in Wien zu sehen! 

Besucherfazit

Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen - Die Umsetzung ist der Wahnsinn!

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