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Livekritik zu

Rasta Thomas' Best of Rock the Ballet

08.01.2015 - 18.01.2015 | Hamburg [ Winterhude ] / Kampnagel - K6
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Marie-Claire
am 11.01.2015

Pop the Ballet

 

Da ich eine große Leidenschaft fürs Tanzen besitze, zogen mich die Plakate von „Best of Rock the Ballet“ nur so an. Modernes Ballett, das den klassischen Tanz neu erfindet. Fetzige Outfits und rockige Musik. Ein „Best of“ der grandiosesten Tanzeinheiten der letzten sieben Jahre. Die Juwelen des Choreographen und Tänzers Rasta Thomas aus seiner Schatztruhe „Rock the Ballet“. Auf dem Kampnagel durfte ich dann wohl den größten Raum des Geländes betreten, den Saal K6. Hier zog sich eine große Tribüne weit hoch. Vom obersten Punkt sah die Bühne ganz klein und weit entfernt aus. Die Ballettvorführung beginnt und die barfüßigen Tänzer schwingen sich über die Tanzfläche. Sechs Männer umgarnen eine Frau, die den ganzen Abend Blickfang sein wird. Mit ihren bunten engen Bodys oder glitzernden Tutus betört sie die männlichen Tänzer, die miteinander rivalisieren um das Herz der schönen Ballerina zu gewinnen. Dann entsteht eine Liebesgeschichte, die in meinen Augen nicht sehr tiefgreifend erzählt wird. Das Verlieben, die Beziehung, Streit und Trennung werden sehr schnell abgehandelt, wodurch ich als Zuschauer nicht die Zeit bekomme, richtig in die Geschichte einzutauchen. Ich kann mich auf die Charaktere und ihr Gefühlsleben nicht einlassen, da der Sprung von einer Emotion zur anderen rasant schnell geht. Und in der zweiten Hälfte der Vorführung ist das Liebespaar gar kein Thema mehr!

 

Die Pop Hits der letzten zwei Jahre weisen darauf hin, dass heute Abend nicht „gerockt“, sondern „gepoppt“ wird. Dabei merke ich, dass Lieder wie „I got a feeling“ schon so häufig im Radio gespielt wurden, dass ich sie leider nicht mehr hören kann! Auch die animierten Bilder auf der Leinwand passen selten zu dem Szenario auf der Bühne. Doch nach der Pause wandelt sich die Atmosphäre in den Zuschauerrängen. Michael Jackson und Queen sorgen dafür, dass mitgeklatscht und mitgegrölt wird. Die HipHop-Elemente in den unterschiedlichen Tanzeinlagen zeigen, dass Ballett nicht unbedingt gradlinig und steif sein muss. Die Spagate und die unendlich vielen Drehungen beeindrucken mich sehr! Und als die sechs Jungs dann auch noch ihr Hemdchen zu „I´m sexy and I know it“ ausziehen, bin ich hin und weg! Mein Fazit ist also: Tolle Tänzer, großartige Choreographien, aber über die Musikauswahl und die Geschichte, besonders zu Beginn, lässt sich streiten!

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Tänzerisch top, musikalisch flop

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