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Livekritik zu

NILAH

30.01.2014 - 17.05.2014 | Hamburg [ Mitte ] / Hamburger Sprechwerk
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Lady Bonni
am 10.02.2014

Die Premiere des Theaterstückes "Nilah" von Denise Stellmann war in meinen Augen ein voller Erfolg.

Es war restlos ausverkauft, jeder Platz besetzt. 

Nilah ist eine sehr intensive Darstellung von Liebe & Hass, Wut & Kontrollverlust.

Das Stück fordert eine gewisse geistige Reife um wirklich nachzuempfinden was auf dieser Bühne zum Ausdruck gebracht werden möchte.

Da es aber  eine sehr schöne und zugleich auch traurige Gesichte erzählt ist es nicht ganz so schlimm wenn man einfach nur die Erzählung mag ohne das intensive Verständnis.

Die Geschichte die Frau Stellmann uns dort erzählt hat beruht soweit ich weiß auf wahren Begebenheiten, 

weswegen ich es noch ergreifender fand, als eine die nur so erzählt wurde.

Nilah zeigt eine junge Frau welche außerstande ist Ihre wahren Gefühle zuzulassen.

Drogen helfen Ihr dabei sich soweit zu betäuben das monotone Leben weiter zu führen wie Sie es immer tat.

Monoton Geld verdienen, als eine Prostituierte welche Ihre Kunden verzaubert und dazu bringt sich restlos in Sie zu verlieben. Und Sie selber? Tja, sie ist Nilah. Sie ist immer nur das, wofür du sie bezahlst. Und  selbst das auch nur eine gewisse Zeit.

Respekt an dieser Stelle an die Schauspielerin Giulia Vazzoler, die diese schwere Rolle, die der Gleichgültigen & Gefühlskalten wirklich sehr gut dargestellt hat.

Doch der Respekt geht auch an die Rolle der Marleene (Christina Richter), eine Lebensgefährtin zu sein sollte eigentlich doch das schönste auf der Welt sein. Oder nicht? Da zu sein, für den anderen wenn er einen braucht und andersrum. Liebe geben und Liebe nehmen.

Eigentlich.. Jedoch die Gefährtin von Nilah zu sein, stelle ich mir sehr schwer und zugleich auch traurig vor.

Immer von der Frau die man liebt, weggeschoben zu werden, betrogen zu werden, wenngleich es ein offener Kompromiss war kann nur  verletzend und sehr nervenaufreibend sein. Hier wird jedoch gezeigt, wie weit wir bereit sind zu gehen, wenn wir wirklich lieben. Soweit, bis es uns innerlich zerfrisst. Und doch sind wir davon überzeugt es gern zu tun, denn wenn man jemanden bedingungslos liebt, ist es egal wie sehr es schmerzt.

Das ganze Stück über wurde uns diese Ungerechtigkeit gezeigt, Nilah die einfach Ihre Arbeit tut und dadurch die Frauen die Sie besucht wahrscheinlich eher unbewusst  verletzt.

Und Marleene, die sich einfach nur nach einem kleinen bisschen Liebe sehnt, eine kleine Aufmerksamkeit, ein bisschen Zeit mit Nilah, die Frau die sie liebt und mit der sie zusammen ist.

Die ganze Zeit dachte ich "wie gemein Nilah doch ist...5 Minuten Morgens könnte sie Ihr doch geben.“

Aus diesen Gründen und Empfindungen fand ich das Ende grandios.

Die Aufklärung, das Nilah auch lachen kann, nett sein kann, glücklich sein kann und ein kleines bisschen Liebe geben kann. Sehr ergreifend.

Und auch aus der Erzählung von Marleene zum Ende, wie Sie selbst Nilah beschreibt.

Ohne viele Worte, Nilah sei einfach wie eins Ihrer Lieblingsbücher, darum auch so schwer zu nehmen, denn wenn man genau weiß wie die nächste Handlung ist, kann man sie auch nicht beeinflussen.

Letzten Endes, hat Frau Stellmann uns hier Faktoren geboten, die auch im wahren Leben immer da sind.

Liebe, Hingabe, Verlustangst, Drogen und noch weitaus mehr...

 

Ich fand das Stück sehr gut und kann es nur weiter empfehlen.

An dieser Stelle möchte ich mich bedanken an Denise Stellmann, dass sie diese tolle, wahre und traurige Geschichte auf die Bühne gebracht hat, denn diese Geschichte muss gesehen und gehört werden!

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