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Livekritik zu

"Weiche Schädel und Schädelharfe": Salvador Dalí (1904-1989)

29.07.2014 - 19.10.2014 | Frankfurt (Oder) / Museum Junge Kunst - Rathaushalle/Festsaal
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Katharina Trachte
am 23.08.2014

Eine neue Pilgerstätte für Kunstfreunde und Dalí-Fans ist momentan das Museum für Junge Kunst in Franfurt an der Oder. Hier findet noch bis Oktober eine Austellung über den berühmten Surrealisten statt - und diese ist auf jeden Fall eine kleine Reise wert!

Die Anreise aus Berlin ist dank RE1 kein Problem: Im 30-Minuten-Takt fährt ist man in weniger als einer Stunde am Ziel. Dort angekommen kann man ganz entspannt zum Museum spazieren. Der Bonus dabei: Man kann sich einen Eindruck von der facettenreichen Grenzstadt machen, vorbei an romantischen Ruinen und schicken Neubauten, zwischen Studenten und alteingesessenen Bürgern.

Bei der Eröffnungsfeier herrschte trotz des warmen Wetters reger Andrang. Sämtliche Sitz- und Stehplätze waren belegt. Besucher von nah und fern, ob jung oder junggeblieben: Das Interesse an der Kunst und an der Besonderheit dieser Ausstelleung  vereinte eine mannigfaltige Menschenmenge im kleine Foyer des Museums.

Beim Betreten der Ausstellung wird allerdings klar: Die Vielfältigkeit der Werke Dalís ist schwer zu übertreffen! Auch wenn es sich um eine kleine Austellung handelt, so kann man sich ein umfassendes Bild von den zahlreichen Disziplinen machen, in denen Dalí brillierte: Ob Kollagen oder kunsttheoretische Texte, Plastiken oder Potraits, Bleistiftskizzen oder bunte Ölgemälde - dem Multitalent Dalí wird diese Austellung absolut gerecht.

Man muss aber kein eingeschworener Dalí - Kenner sein, um die Austellung verstehen und richtig aufnehmen zu können. Die übersichtlichen Infotafeln im Eingangsbereich zeigen den Lebenslauf des Künstlers im historischen Kontext  - ein gelungener Einstieg! Auch in den anderen Räumen liegen detaillierte Artikel zu den verschiedenen Kunstwerken und Schaffungsphasen Dalís aus. Verfasst wurden diese von der Museumsdirektorin Frau Prof. Dr. Rieger-Jähner selbst, deren Begeisterung für diesen Künstler in den Texten bemerkbar wird. Sie schafft es, Kunstwissen und ausgewählte Hintergrundinformationen wunderbar ineinanderfließen zu lassen - daher ist es lohnenswert,sich ein wenig mehr Zeit zu nehmen, um sich auch den Texten widmen zu können.

Doch auch wenn man einen kürzeren Besuch im Museum eingeplant hat, wird man nicht enttäuscht, da durch die klare Aufteilung und Zusammenfassung der verschiedenen Werke schnell ein Überblick entsteht, bei dem Besonderheiten keineswegs untergehen und man so die Möglickeit bekommt, den Künstler aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Ich war besonders beeindruckt von den Buchillustrationen, beispielweise zu Carrols 'Alice in Wonderland' und Goethes 'Faust' - gemalte und gezeichnete Buchinterpretationen ganz nach Dalís unverkennbarem, eigenwilligen Stil! Das muss man einfach selbst gesehen haben!

 

Besucherfazit

Vielfältig wie Dalí selbst - diese Ausstellung darf man auf keinen Fall verpassen!

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