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Livekritik zu

das sinfonie orchester berlin, Raphael Haeger

15.03.2014 - 16.11.2015 | Berlin [ Tiergarten ] / Philharmonie Berlin - Kammermusiksaal
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august14979
am 16.11.2015
Das Sinfonie Orchester Berlin ist wieder „on stage“, und der Kammermusiksaal ist, wie immer, wenn diese Formation auftritt, voll besetzt. Die Musiker des „Hohenfels-Ensembles“ entstammen den unterschiedlichsten Orchestern, proben nur zweimal – und präsentieren sich trotzdem in guter Form. Das liegt natürlich am Repertoire, das geboten wird, in der Regel klassische Ohrwürmer, die jeder Berufsmusiker fast immer „auf der Pfanne“ hat und die natürlich auch Zuhörer in Scharen in den Saal locken. Heute sind es „Berühmte Klavierkonzerte“. Auch die moderaten Eintrittspreise sorgen natürlich für ein stärkeres Publikumsinteresse. Die Konzertdirektion Hohenfels bemüht sich daneben, die Veranstaltungen „ihrer“ Sinfoniker mit namhaften Solisten zu schmücken. Das sind dann die „Zuckerstückchen“ zum Abend mit populärer Klassik. Zudem vermeidet es die Konzertdirektion, der Zuhörerschaft als Beigabe ein mitunter sehr eigenwillig komponiertes zeitgenössisches Musikstück aufs Auge zu drücken, eine von namhaften Dirigenten zwecks Musikerziehung gern geübte Praxis, von der man vornehmlich im Programmteil vor der Pause Gebrauch macht.
 
Ganz im Gegenteil. Heute stehen drei berühmte Klavierkonzerte und drei Klaviervirtuosen auf dem Programmzettel. Das 23. von Mozart wird von Jana Ackun intoniert, während die Japanerin Rikako Murata nach der Pause kraftvoll das Klavierkonzert von Edvard Grieg anstimmt. Das Highlight des Abends ist allerdings die Interpretation des 5. Klavierkonzerts von Beethoven durch den Letten Andrejs Osokins. Ebenso ausdrucksstark wie elegant und leidenschaftlich ist sein Spiel, bewegend im ruhigen zweiten Satz. Eine faszinierend-fesselnde Vorstellung, von Anfang bis Ende ein Genuss. Von ihm, dem Vertreter der jungen lettischen Musikszene, möchte man mehr hören.
 
Dirigent Raphael Haeger hat die Damen und Herren gut im Griff. Über ein paar kleine und kaum nennenswerte Koordinierungsprobleme darf man getrost hinwegsehen. Insgesamt war es erneut ein glanzvoller Abend – und ein Wiederhören mit gut alten musikalischen Bekannten.

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Bravourstücke für talentierte Klaviervirtuosen.

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