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Livekritik zu

GRIMM!

23.07.2017 - 26.07.2017 | Berlin [ Mitte ] / Admiralspalast Studio
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Frollainwunder
am 27.07.2017

es war einmal ein patziges rotkäppchen (mädchensüß: devi-ananda) und ein smarter wolf (der smarte dennis), die an der friedrichstraße einen wald ausfindig machten und uns märchenmögende zuschauer dorthin einluden (also in das studio des admiralspalastes). rotkäppchen ist hier aber nicht nur patzig sondern auch ein durchaus niedliches menschenmädchen (namentlich dorothea!). eine tatsache, die raufbold wolf nicht gleich erfasst. für mr. grimm sind menschen von schlechter natur und im dunkel der bäume ist es sicher und gut. im waldfernen dorf geht es oft turbulent zu. mama geiß (stilettosexy und amüsant schwäbelnd) mit ihren sieben geißlein, die drei schweinchen (eines dick, eines dumm, eines schlau – angeblich), bürgermeister hund sultan und sein folgsamer sohn rex bilden den quirligen dorfbewohnerkern. Im wald lungert derweil das wildschwein rum (eine echte wildsaudame, die sich später eine romantische schweinchendame krallt) und die schlaue oma eule (holger off ganz hinreißend madamig), die noch die alten wahren moritaten kennt. und in diesem allerliebsten mini-maxi-musical mütterlich dafür sorgt, dass sich gerüchte, animositäten und vorurteile auflösen und frieden und toleranz möglich sind, endlich. die schon zu recht etablierte gemeinschaftsproduktion von den profis thomas zaufke und peter lund mit der universität der künste und der neuköllner oper ist ein knallbunt inszenierter hingucker, berlinfrech, ungebändigt, tierisch lustig, menschlich komisch, märchenhaft humorvoll. die musiker, die das theaterstück erst zum famosen musical zaubern, versanken schmunzelnd in ihre klangwelten und begleiteten die vielen schönen stimmen mit güte. gütig ist auch oma eule, die uns eulenweise den bogen spannte von gut zu böse, von kopf zu herz. zwei stunden wirbelt das natürliche, professionelle ensemble über die kargen bretter und durch die reduzierte aber stimmungsvolle bühnendekoration und hat im nu die sympathien der zuschauer einkassiert. in der pause mussten wir alle nach luft schnappen, vor begeisterung, und weil es im studio des admiralspalastes irgendwie so gar keine klimatischen vorrichtungen gibt. umso mehr ist das ensemble zu bewundern in all den fabelgetreuen kostümen. am ende lächelte der ganze saal, das ensemble und wir märchenkieker. herzigst!
nur wieso spielt eigentlich keene katze mit? ach stimmt, die kommen ja als kesser tierischer trupp ab dem 9.8.17 und als ewiger schnurr-klassiker in den admiralspalast gesamtpfotelt. als so-fa-tiger. also im rahmen des spannenden sommerfestivals!

Besucherfazit

märchenhaft frech und allerliebst

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