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Livekritik zu

CATS - The Original is back

09.08.2017 - 31.08.2017 | Berlin [ Mitte ] / Admiralspalast Berlin
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Frollainwunder
am 15.08.2017

seit 1981 lässt andrew lloyd webber die samtpfoten singen. nicht nur famose gedichte aus t.s. elitos katzengedichten sondern auch die unsterbliche hymne „memory“, die auf einem anderen gedicht basiert, auf „rhapsody on a windy night“. die hymne gehört nur grizabella, der somit ebenso unsterblichen glamour-katze, die darin ihr wundes leben beschreibt und sich nach einem neuen sehnt (das sie auch bekommt als achtes und erlösendes).
das originale englischsprachige „cats“ gastiert im admiralspalast und ist sicher ein muss für (katzen)-musical-fans, ob aus berlin oder der tourismusbranche. die bühne ist ein detailverliebt ausstaffierter, outdoor-farbenfroher schrottplatz, auf dem sich die verspielten jellicle-cats vereinen zu ihrem jahres-ball inklusive ohrwurm-komposition.
die sitzreihen im gediegenen admiralspalast wurden komfortabler entzerrt. zwei seitlich installierte digitalbanner lassen auf untertitel hoffen, aber die englischen texte werden nicht komplett eingedeutscht sondern erscheinen nur sporadisch als szenen-notiz. somit bleibt der inhalt auch mal ein geheimnis. native speaker werden allerdings auch nicht jedes wort erfassen können, da der singsang und das live-orchester worte und buchstaben schlucken. dafür buntknallen die kätzischen kostüme und der revue-reigen der skurrilen und frechen katzenfiguren mit den durchgeknallten namen amüsiert (voila: munkustrap, jennyanydots, rum tum tugger, buster jones). kater macavity ist der schurke in der revue, aber die miezen haben ja noch den zauberkater mistoffeless und den oberweisen old deuteronomy im clan.
die philippinin joanna ampil wurde als grizabella besetzt und hat nicht nur die melancholie in den wunderschönen katzenaugen, sondern auch eine traumhafte musicalstimme. wie es webber leider wollte, sind ihr nur wenige showminuten vergönnt und das ist einen seufzer wert. john brannoch als extrovertierter showkater rum tum tugger (definitiv ein maine coone bei diesem fellkragen) bespielt die bühne mit viel charisma. robbie mcmillan als zauberkater mistoffelees glitzert im schwarzen swarovski-blinker-bodysuit und zaubert auch pirouetten.
„cats“ ist ein klassiker mit mehr als sieben leben und in englischer sprache am authentischsten. doch so sehr ich katzenfrau bin, am faszinierendsten ist dann doch die eigene.

Besucherfazit

grizabella, oh grizabella

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