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Livekritik zu

Break the Tango

20.09.2017 - 24.09.2017 | Berlin [ Mitte ] / Admiralspalast
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Frollainwunder
am 22.09.2017

ich bin etwas fasziniert von all den tanzshows, die mich schon fasziniert haben. ob „lets dance“ oder „dance, dance, dance“ halblive im fernsehen (normalsterbliche prominente suchen unter qualen den tanzgott in sich, gil ofarim fand ihn unter anderem), urban dance produktionen von christoph hagel („beethoven, the next level“ http://www.livekritik.de/livekritiken/livekritik-von-frollainwunder-zu-b...), „swanlake reloaded“ (http://www.livekritik.de/livekritiken/livekritik-von-frollainwunder-zu-s...), den flying steps („flying illusion“, http://www.livekritik.de/livekritiken/livekritik-von-frollainwunder-zu-r...) oder samuel entertainment („berlin nights“, http://www.livekritik.de/livekritiken/livekritik-von-frollainwunder-zu-b...). bewunderung bricht meist aus, denn tanz ist ein bergwerk. „break the tango“ erinnert als produktionsformat an „ballet revolucion“ (http://www.livekritik.de/livekritiken/livekritik-von-frollainwunder-zu-b...) wo kuba-feeling und ballettöses aufeinandertreffen wollten und von kubanischen rhythmen, pop-chartsellern und einer liveband untermalt wurden. kein wunder, denn der schweizer massen-medial-produzent darko soolfrank hat wieder mitgemischt und den kommerziellen erfolg anvisiert. auch bei „break the tango“ will man vereinen, was sich sträuben könnte, urbanen breakdance mit dem blutenden herzen eines tangos. seele und steps. der bogen ist nicht so straff zu spannen, wie ambitioniert gewollt. die breakdance-nummern sind smart aber bewegen nicht die tanzwelt in markerschütternde bereiche. besetzt sind sie mit frechen kerlen, die auch gern mal frech flirten. dem verakrobatisiertem tango, ausgeführt von erotisierenden tänzerinnen in schwarz und ihren gentlemen in schwarz/weiß, fliegt bei dem tempo die tiefseele weg. ein break. (sterbensschön war er bei „lets dance“ in der version von gil ofarim und ekaterina atemlos anzuschauen, http://www.rtl.de/cms/let-s-dance-2017-der-tango-von-gil-ofarim-und-ekat...).
und doch, das elastische ensemble fröhlicht sich professionell durch die collage an szenen, die irgendwie flairen mögen, eine storyline ist nicht zu erkennen, es geht um stimmungen, atmosphäre. schauen, lauschen, staunen. in tango-town landen wir nicht, aber die show ist ein sonniger stimmungszünder im ollen herbst und begeistert den halbvollen admiralspalast mit lässigkeit. dafür sorgen schon die coverversionen diverser chartseller wie „lean on“ von major lazer, „crazy in love“ by beyonce und gatte, „pretty“ der cranberries, pitbulls „timber“ mit kesha.
absolut faszinierend sind die beiden markanten soul-säulen der show: curvy sängerin gisela lepio und der halbwilde sänger luciano bassi. mit der liveband als soliden partner im background trägt sich das kultur-clash-konzept mit den wunderbaren stimmen der beiden und semidramatischen kompositionen wie "solo esta noche" von otros aires, die zum schwelgen verführen. gisela vergräbt sich final in beyonces „halo“ (offenbar eine beliebte show-scheiblette, der hit wurde auch schon im kubanischen dance-musical gesungen). luciano schmilzt die damen weg mit „turning tables“ von adele. der tango ist da fern. egal, showschön wars!

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break the tango mit popcharts

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