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Livekritik zu

Hundreds

14.03.2014 - 08.05.2014 | Erfurt, Hamburg [ Mitte ], Stuttgart, Berlin [ Neukölln ], ...
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Deborah Katona
am 21.03.2014

Hundreds sind eine Band aus Hamburg, ihre Musik ist eine Mischung aus Pop und Electronica. Hundreds Musik ist Musik, wie man sie nicht unbedingt aus Deutschland erwartet. Weil Hundreds eben nicht nach Adel Tawil oder Revolverheld klingen, sondern nach international. Ihre Musik funktioniert auch außerhalb des Landes – was sie mit Auftritten in Austin, Stockholm, London oder Paris bewiesen haben. Umso schöner, dass die beiden Hamburger im Zuge der neuesten Albumveröffentlichung „Aftermath“ durch ihr Heimatland touren. Bei ihrem Konzert im Heimathafen Neukölln gibt es vom Geschwisterduo Eva und Philipp Milner eine kleine Besonderheit: Ein Sitzkonzert. Der Saal ist an diesem Abend bestuhlt. Und ausverkauft.

Für ihren Liveauftritt hat sich Hundreds einen dritten Mann als elektronische Unterstützung mitgebracht. Gemeinsam mit Philipp betritt er die Bühne, macht sich an die Synthie-Sounds, bis Eva im schwarz-weißen Kleid und barfuß die Stage betritt. Hundreds setzen stark auf Licht, Nebel und Visuals, Eva bewegt sich in diesem mystisch-schönen Raum zu ihrem Gesang, sie tanzt und wippt und windet sich. Und das nicht zu knapp. „Let me go, go, go I wanna dance to my bones, bones.“ Ihre Stimme bleibt trotz der Tanzerei immer klar, der gesamte Auftritt von Hundreds durchweg professionell.

Es dauert einige Songs, bis die Künstler in die Interaktion mit dem Publikum einsteigen. Als Eva ihre Zuschauer dann begrüßt, klingt das sehr warm und herzlich. Die Stimmung im Saal wirkt vertraut, viele Zuschauer verhalten sich, als hätten sie Hundreds schon mehr als einmal gesehen. Und lieben gelernt. So sehr lieben gelernt, dass sie ihre Beine keine eineinhalb Stunden Show still am Platz halten wollen. Immer wieder ertönen „Aufstehen, Aufstehen“-Animationen aus einigen Reihen. Vereinzelt beginnen die Leute zu tanzen, zu neuen Stücken wie „Circus“, die an diesem Abend im Mittelpunkt stehen. Aber eben auch oder besonders zu älteren Titeln wie „Happy Virus“ vom Vorgänger.

Als Hundreds ihren letzten Song ankündigen, erhebt sich der gesamte Saal. Eva erklärt fast entschuldigend, sie hätten durch die Stühle eine intime Atmosphäre schaffen wollen (geschafft) und sie hoffe, dem Publikum habe es im Sitzen genauso gut gefallen (sicherlich). Für alle, die zu und gemeinsam mit Hundreds tanzen wollten, gäbe es bald ja noch das Konzert im Postbahnhof. Gut möglich, dass auch dieses wieder ausverkauft ist. Denn die Band Hundreds ist definitiv sehenswert – im Stehen wie im Sitzen.

Besucherfazit

Licht, Nebel, Visuals und Hundreds - durchweg professionell und definitiv sehenswert!

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