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Livekritik zu

Jennifer Rostock Tour 2012/2013

21.11.2011 - 26.01.2013 | Berlin, Göppingen, Erfurt, Leipzig, ...
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Christin Buse
am 26.10.2012

Laut, wild und obszön: Das sind Jennifer Rostock. Kaum öffnen sich im Astra Berlin die Türen, ist die Halle komplett voll. Es wird gedrängelt, geschubst und die Fans warten auf ihr Idol.
Viele von ihnen sind von Kopf bis Fuß mit Merchendise ausgestattet und sind bei jedem Auftritt dabei. Für mich hingegen ist es heute das erste Mal.

Nachdem die wirklich gute Vorband "Ich kann fliegen" das Publikum so richtig aufgeheizt hatte, schlich ein Nebel über den Boden und Jennifer Rostock betraten die Bühne.
Sofort gingen die Arme nach oben und es wurde laut.
Zwischen den einzelnen Songs wurden wir mit lustigen Sprüchen, Geschichten und Ritualen unterhalten. So wurde der "Wäschewerner", eine Art Strohpuppe, auf die Bühne gerollt und auch sofort erklärt: "Der kann im Prinzip nichts,..aber er kann BH's halten". Und prompt flog einer auf die Bühne. Jennifer wedelte damit ein wenig herum und fügte dann noch hinzu: "..
der kann auch Schlüppis halten. Ob jetzt mit Bremsspur, oder auch schöne Feinrippschlüppis mit Blut das ist dem Werner alles total egal". Dann wurden die Frauen aufgefordert sich auf die Schultern ihres Nachbarn zu setzen und "blankzuziehen". Ein BH nach dem anderen fand den Weg auf die Bühne, unterstützt mit dem Pfeifen der anwesenden Männer.
Nach einem Streichler über die Glatze der Security und ein paar der besten Songs ihres Albums, wurde ein Fan auf die Bühne geholt, der mit der Band das Lied "Feuer" performen durfte. Die junge Dame bekam ein Bier und wurde nach ihrem Auftritt in einem überdimensionalen Schwimmreifen durch die Masse getragen, bis sie wieder an ihrem Stehplatz in der Menge angekommen war.
Nach knapp zwei Stunden war das Konzert dann vorbei und einige drängelten sich noch in die Schlange für Autogramme und Fotos. Mir allerdings war das Heute genug Gedränge und Geschubse und die einzige Schlange, in die ich mich noch einreihe, ist die der Garderobe.

Mein Fazit: Man sollte ein Jennifer Rostock Konzert nur besuchen, wenn man weiß, worauf man sich einlässt. Das normale Gedrängel bei Konzerten grenzt hier nämlich fast ans Rücksichtslose und viele der Hardcorefans sind angetrunken. Und so sollte man sich nicht wundern, wenn man den einen oder anderen Ellbogen mehr ins Gesicht und in den Rücken bekommt, als gewohnt.
Wenn man diesen Aspekt allerdings außer Acht lässt, war es ein wirklich gelungener Abend. Jennifer Rostock beweisen, dass sie nicht nur eine Studio-, sondern vor allem auch Liveband sind. Durch Witz und freche Sprüche zwischen den Songs habe ich mich den gesamten Abend durchgehend unterhalten gefühlt und gehe mit heiserer Kehle nach Hause.

Besucherfazit

Es ist laut, es ist wild und vor allem gewöhnungsbedürftig, aber es macht Spaß!

Bewertung

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