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Livekritik zu

Hans Liberg – Ick Hans Liberg

20.10.2012 - 28.10.2012 | Berlin [ Tiergarten ] / TIPI AM KANZLERAMT
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Caro_K
von Caro_K
am 26.06.2013

Endlich mal wieder Hans Liberg live auf der Bühne sehen - das Tipi am Kanzleramt machte es möglich.

Zur Premiere am Samstag (20.10.) war das Tipi sehr gut besucht. Der Blick auf die noch unbemannte Bühne gab Grund zur Vorfreude: Von links nach rechts standen dort Pauken, ein Schlagzeug, ein Kontrabaß und natürlich ein Flügel - Schlagzeug und Kontrabaß im Hans-Liberg-Markendesign weiß-gold 'gebrandet'. Und die Überraschung für mich, die Liberg zum letzten mal vor 20 (!) Jahren live gesehen hatte, kam dann mit dem Beginn der Show: Er war nicht allein, sondern brachte zwei Musiker mit auf die Bühne (Schlagzeuger und Bassisten). Die waren jung und kamen offensichtlich aus dem professionellen Jazzmusiker-Umfeld. Außerdem gab es noch "den Praktikanten", der immer mal wieder als 'comic relief' die ohnehin unterhaltsame Show der Bühnen-Crew ergänzte.

Der Auftritt startete dann sehr direkt im typischen Liberg-Medley-Style und auch die fast selbstverständliche Interaktion mit dem (in diesem Fall sehr) singfreudigen Publikum klappte sofort. Dass wir dabei liebevoll auf die Schippe genommen wurden, versteht sich für Liberg-Kenner auch von selbst. Und dass er dabei von Hölzchen auf Stöckchen kommt, als habe er bei Piet Klocke gelernt, gehört ebenfalls zum Gesamtkonzept.

Durch die beiden zusätzlichen Musiker brachte der Abend ein paar schöne jazzige Momente (was für mich für eine Liberg-Show in dieser Art neu war). Die beiden (bzw. drei)  'Nebendarsteller' bekamen tatsächlich von Zeit zu Zeit den Fokus, so dass Liberg nicht mehr ganz allein die Rolle der Rampensau zufiel. 

Insgesamt hatten wir - und der Rest des Publikums wohl auch - einen tollen Abend im typischen Musikspaß-mit-Niveau-Modus, den man bei Liberg erwartet. Ganz so wild wie früher geht es auf der Bühne nicht mehr zu. Trotzdem bleibt Liberg natürlich Liberg, was wunderbar ist - auch wenn es andererseits bedeutet, dass kein komplett neues Konzept erwarten darf.

Der Abend bleibt auf jeden Fall deshalb in positiver Erinnerung, weil das Publikum so stark eingebunden wurde und diese Rolle gerne übernahm: Die von "uns" gesungene deutschsprachige Facebook-Hymne ("Ein Freund, ein guter Freund,....") ziemlich zu Anfang der Show ist ein Beispiel dafür. Und dass - wenn "Tiere in Kinderliedern" thematisiert werden - Liberg auch den Publikumszuruf "Schnappi" als Tier gelten lässt und dieses Lied aus der Fünften von Beethoven über die "Kleine Nachtmusik" hinweg ableitet, dann freut man sich über das symbiotische Zusammenspiel von Publikum und Künstler.

Für die weniger Musikbewanderten gibt es außerdem schöne Erklärungen wie z.B. die Veranschaulichung von des Dur-Moll-Kontrastes ("Hoch soll er leben", die deutsche Nationalhymne und das Pippi-Langstrumpf-Lied wurden in Moll gespielt). 

Danke, Hans Liberg, dass Sie immer noch über die Bühne turnen (wenn auch nicht mehr so 'crazy' wie früher). Und Berliner: Geht hin und habt einen schönen Abend.

Besucherfazit

Musikspaß mit Tiefgang und Interaktion - typisch Hans Liberg

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