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Hinter den Kulissen von livekritik.de – Auf dem Weg zu der Kulturberichterstattung von morgen!

Das Residenzmuseum München rief zur Blogparade und hier ist unser kleiner Beitrag dazu! Thema: Der Blick hinter die Kulissen - unser Arbeitsalltag!

Die Welt von livekritik.de

Die Welt wird mehr und mehr digital! Die so genannten sozialen Netzwerke beeinflussen unser Leben auf vielen Ebenen. Auch die Kultur macht davor nicht halt. Theaterstücke werden durch, über und sogar auf Facebook inszeniert, während Museen QR Codes an ihre Außenwände hängen und Tweetups veranstalten. livekritik.de ist die neue deutschlandweite Plattform für Besucherrezensionen und so konzipiert, dass sich der digitale Kulturdiskurs dort bündeln kann und soll. Hier wird das klassische Feuilleton erweitert durch die Stimme der Besucher, die auf livekritik.de Kulturveranstaltungen aller Art rezensieren und bewerten und sich miteinander vernetzen können.

livekritik.de als Veranstalter

Allen digitalen Ideen, Experimenten und Grenzüberschreitungen der Theater und Museen zum Trotz bleibt die Kulturveranstaltung als zeitlich und räumlich singuläres Ereignis das Zentrum unserer Diskussion. Diese zu verknüpfen mit einer digitalen Repräsentationsform ist unser Ziel als Rezensions- und Kommunikationsportal. Dafür luden wir zum Beispiel im Herbst letzten Jahres das gesamte Publikum, also knapp 200 Zuschauerreporter in die Neuköllner Oper ein, um dort eine exklusive Voraufführung zu sehen und zu bewerten. Fast 50 Rezensionen entstanden zu einer einzigen Inszenierung! Ein anschließendes Gespräch mit dem Regisseur rundete den Abend ab, während die vielen Kritiken sich in den Tagen danach automatisch sortierten. Mit Hilfe der Funktion, Rezensionen als hilfreich oder nicht hilfreich zu bewerten, ergab sich so ein Ranking der Kritiken und zeigte die Möglichkeiten eines digitalen Kulturdiskussion auf.

Ein anderes Mal kooperierten wir mit der Kulturloge Berlin und dem Deutschen Historischen Museum und luden ausgewählte Museumsfans zu einer exklusiven Führung mit anschließendem Kuratorengespräch ein. Auch hier zeigte sich, dass das Interesse an Kultur und an der Diskussion darüber sehr groß ist.

Neben eigenen Events sind wir aber auch gerne als Teilnehmer bei Veranstaltungen unserer vielen Netzwerkpartner. Die gleiche Ausstellung wurde beispielsweise Anfang Februar – organisiert und angeführt von Roland Wagner von Visitatio – per #museup und während des follow-a-museum  Days auf Twitter ausgiebig besprochen. Die Kunstwerke wurden aus Mangel an WLan im Inneren des Museums an dessen Außenwänden befestigt, während ca. 20 Twitterfans die Codes scannten, dem Museumsguide lauschten und der Fangemeinde ihre Meinung mitteilten – natürlich per Twitter!

Neue Ideen in der digitalen Welt

Viel ist möglich mit den neuen Medien! Wo das alles hinführt, ist noch nicht abzusehen. Wir möchten diesen Weg aber konsequent weiter beschreiten und denken bereits über kommende Kulturereignisse nach. Laptops im Theaterraum für noch direkteren Meinungsaustausch? Kleinkunst per Livestream? Unmittelbare Einflussnahme auf ein Theaterstück via Twitter? Einbindung von Gamification-Elementen  in der Oper?

Warum nicht?!

Publikum übt (Live-)Kritik während der Vorstellung

Aktuell planen wir eine exklusive Vorstellung mit dem Schlosspark Theater Berlin. Dort werden am 17. März 50 ausgewählte Livekritiker das Stück Ladykillers besuchen und direkt aus dem Zuschauerraum heraus rezensieren, kommentieren und twittern. Drei Reihen sind extra dafür reserviert. Einen Tag nach der Premiere werden wir also die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation LIVE und plattformübergreifend während einer Theatervorstellung nutzbar machen, ob mit Laptop, Tablet oder Smartphone.  Laptops im Theatersaal? Ein in Deutschland bisher einzigartiges Event.

Ein Alltag ohne Alltag

Auf Grund von fehlenden Erfahrungswerten gestaltet sich die Vorbereitung oft spontan, obwohl an so viel gedacht werden muss. So applaudierte das Publikum nach der Voraufführung in der Neuköllner Oper begeistert, das Ensemble aber verschwand verwirrt von der Bühne. Was jeder Schauspieler weiß, war den Besuchern nicht bewusst: bei Voraufführungen klatscht man nicht! Ein alter, aber traditioneller Aberglaube der Theatergemeinde.

Neben solchen Kleinigkeiten, oft mit eingebauten Charming Points, führen wir viele Gespräche mit Künstlern, Marketingchefs und möglichen Sponsoren, feilen an Ideen, Wünschen und Visionen, werden aber manchmal von der Realität oder den Budgetgrenzen auf den Boden zurück geholt.

Bis wir zu einer nahezu idealen Realisierung unserer Idee – einen zeitgemäßen und fruchtbaren Kulturdialog der Besucher in der Breite zu etablieren auch durch solche Aktionen  – gelangen, liegt noch ein langer Weg vor uns. Der Arbeitsalltag bis dahin ist eigentlich kein Alltag, weil alle Aufgaben neue Herausforderungen sind. Eine der schönen und spannenden Nebeneffekte, wenn man die Chance hat, in einem jungen Startup zu arbeiten.

Im Hinblick auf die vielen kulturellen und künstlerischen Produktionen in Berlin und Deutschland scheint es eigentlich vermessen, aber in guten Momenten lassen wir uns dennoch dazu hinreißen zu behaupten: Veranstaltungen wie die oben beschriebenen zu realisieren, das hat manchmal selber etwas von einem künstlerischen Schaffensprozess!

Wenn Ihr selber Idee, Wünsche oder Vorschläge habt, schreibt uns gerne. Wir sind immer offen, die Grenzen des Kulturdiskurses neu zu entdecken und manchmal auch neu zu ziehen!

Till Führer

200 Livekritiker in der Neuköllner Oper

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